Am vergangenen Donnerstag kam der VW-Aufsichtsrat zusammen. Begleitet wurde diese wichtige Sitzung von Protesten in ganz Deutschland - auch vor dem Audi-Werk in Neckarsulm (Kreis Heilbronn). Denn auch das ist Insiderinformationen zufolge von einer Schließung bedroht. Jetzt rudert VW-Chef Oliver Blume zurück, es gebe "intelligentere Lösungen" als Werkschließungen, sagte er der "Bild am Sonntag".
Erste Sparmaßnahmen fruchten wohl
Weiter betonte Blume, dass bereits laufende Sparprogramme schon Wirkung zeigten. So seien die Fabrikkosten bereits um 20 Prozent gesenkt worden. Unter anderem der "Süddeutschen Zeitung" zufolge soll Blume am vergangenen Donnerstag allerdings mit den geplanten Sparmaßnahmen an den Vertretungen der Arbeitnehmer und dem Land Niedersachsen gescheitert sein. Da ging es um 100.000 Stellen, die wegfallen sollen, und vier Werke, die möglicherweise geschlossen werden sollen.
Gutes viertes Quartal, trotzdem teilweise Minus Zwischen Hoffnung und Bangen: Audi Neckarsulm in turbulenten Zeiten
Hinter Audi liegt ein gutes viertes Quartal. Beim Gewinn aus der Produktion steht dennoch ein Minus. Ähnlich dem Jahresergebnis sind auch die Meinungen in Neckarsulm gemischt.
Ängste und Sorgen in ganz Neckarsulm
Wie es jetzt genau weiter geht, bleibt also immer noch offen. Die von den Audianern in Neckarsulm erhoffte Entscheidung bleibt weiter aus. Das heißt für die rund 15.000 Angestellten dort also weiterhin eines: Bangen. Und die Diskussion sorgt längst weit über das Werk hinaus für Sorgen und Ängste.
Sparpläne beim VW-Konzern Sorgen um Audi: Offene Zukunft beschäftigt ganz Neckarsulm
Nach der VW-Aufsichtsratssitzung am Donnerstag bleibt offen, wie es mit dem Audi-Werk in Neckarsulm weitergeht. Die Unsicherheit reicht inzwischen weit über das Werk hinaus.
Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig (SPD) bekommt das besonders mit. "Die Menschen machen sich Sorgen. [...] Ich merke das draußen, wenn ich mit den Menschen rede [...] und auch auf Social Media. Und das nimmt natürlich zu", so das Stadtoberhaupt im SWR-Interview. Dennoch zweifle er weiterhin nicht an der Zukunft des Audi Standortes in seiner Stadt.