Freibad in Bad Friedrichshall evakuiert

Chlorgas im Freibad: Warum die Evakuierung trotz Fehlalarm richtig war

Bestes Wetter für's Freibad und dann ein Alarm: Chlorgas tritt aus. Alle werden evakuiert. Bis sich herausstellt: Fehlalarm. Doch die Evakuierung war laut Feuerwehr richtig.

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Von Autor/in Jan Arnecke

Das Solefreibad in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) musste am Dienstagnachmittag evakuiert werden. Es bestand der Verdacht, dass Chlorgas ausgetreten sein könnte. Laut Feuerwehr die richtige Entscheidung, auch wenn schnell klar war: Es bestand keine Gefahr.

SWR-Reporter Jan Arnecke hat mit der Feuerwehr darüber gesprochen, warum die Evakuierung richtig war:

Chlorgas: Gefährlicher Stoff im Freibad

Chlorgas ist sehr gefährlich für den Menschen: starke Reizungen der Augen und Atemwege bis hin zu Erstickung können die Folgen sein. Chlorgas wurde im ersten Weltkrieg daher auch als Waffe eingesetzt. Das Personal im Freibad habe deshalb mit der Evakuierung alles richtig gemacht, betont Marcel Vogt, der Kommandant der Feuerwehr Bad Friedrichshall. Er war auch selbst an dem Einsatz beteiligt.

Im Solefreibad befindet sich der Raum, in dem die Chlorgasflaschen gelagert werden und das Gas ins Wassersystem eingespeist wird, direkt unter den Becken. Tritt dort Chlorgas aus, steigt das schnell auf und kann gefährlich für die Badegäste werden. Bereits bei kleinsten Mengen an Gas wird in dem Raum ein Alarm ausgelöst.

Solefreibad Bad Friedrichshall: Doch kein Chlorgasaustritt

Daher, so Vogt, hätten die Feuerwehrleute den Raum mit Atemschutzmasken betreten und die Flaschen auf mögliche Lecks geprüft. Nach kurzer Zeit stand dann aber fest: Es war wohl ein Fehlalarm, keine Gefahr. Laut Vogt war es auch der allererste solche Einsatz für die Feuerwehr Bad Friedrichshall. Dass es hier also andauernd zu Fehlalarmen kommt oder kommen könnte, müsse man nicht befürchten.

Evakuierung im Freibad Bad Friedrichshall gut gelaufen

Vogt betonte im SWR-Gespräch auch noch einmal, dass die Evakuierung gut gelaufen sei. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die meisten Gäste das Bad schon verlassen. Nach rund 30 Minuten gab es dann die endgültige Entwarnung und der Badespaß konnte weitergehen.

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