Nach dem Einbruch in eine Bankfiliale in Güglingen (Kreis Heilbronn) sitzt eine Diebesbande in Untersuchungshaft. Den mutmaßlichen Tätern war es laut Polizei im August vergangenen Jahres gelungen, mehrere Schließfächer zu plündern. Der Schaden geht nach bisherigen Erkenntnissen in die Millionen. Die sechsköpfige Bande soll auch für weitere Diebstähle und Einbrüche in der Region verantwortlich sein.
Insiderwissen führte möglicherweise zu Bankeinbruch in Güglingen
Im Fokus der Ermittlungen stand zunächst ein 19-jähriger Mitarbeiter der Bank, heißt es von der Polizei. Er soll sein Insiderwissen genutzt haben, um den Einbruch in das Geldinstitut zu ermöglichen. Von ihm ausgehend kamen die Ermittler auf fünf weitere Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. Die Bande soll weitere Einbrüche und Diebstähle im Raum Heilbronn begangen haben.
Diebesbande verantwortlich für weitere Einbrüche im Raum Heilbronn?
Die Gruppe steht im Verdacht, im vergangenen Jahr mehrere Straftaten begangen zu haben. Dazu zählt unter anderem der versuchte Aufbruch eines Zigarettenautomaten sowie ein Diebstahl in einem Supermarkt. Auch in ein Unternehmen in Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) sollen die Männer eingebrochen sein. Dort sollen sie Bargeld und Getränke gestohlen haben.
Bei Hausdurchsuchungen stellten die Beamtinnen und Beamten rund 10.000 Euro Bargeld, zwei Autos sowie mehrere Designer-Kleidungsstücke sicher. Bei einem 23-Jährigen fanden die Ermittler zudem eine größere Menge Drogen. Alle sechs Männer wurden vorläufig festgenommen, fünf von ihnen sitzen seit Donnerstag in Untersuchungshaft.
Wer aus der Gruppe an welchen Taten konkret beteiligt war, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.