Nach einem Diebstahl von mehreren Schildern in Öhringen (Hohenlohekreis) hat der ADAC Württemberg vor den Folgen solcher Taten gewarnt. Auch wenn vielleicht Tempo 50 für den runden Geburtstag, Hinweise auf den Crailsheimer Stadtteil Türkei (Kreis Schwäbisch Hall) oder das Ortsschild von Poppenweiler (Kreis Ludwigsburg) für den Partykeller geeignet scheinen, sollte man sie lieber hängen lassen.
"Was wie ein harmloser Spaß wirkt, ist eine Straftat, die auch ernsthafte rechtliche Konsequenzen haben kann", sagte Sprecher Julian Häußler dem SWR. Wenn ein Schild entfernt oder beschädigt werde, steige die Gefahr von Unfällen, was im Einzelfall sogar lebensgefährlich sein könne. In Öhringen hatte die Polizei nach einer nächtlichen Verfolgungsjagd Schilder und Pfosten im Auto einer Gruppe junger Erwachsener entdeckt.
Verfolgungsjagd in Öhringen Betrunken Verkehrsschilder geklaut und vor Polizei geflüchtet
Die Polizei hat bei einer Kontrolle in Öhringen fünf mutmaßliche Schilderdiebe entdeckt. Zuvor hatten sie versucht, vor einem Streifenwagen zu flüchten.
Verkehrsschilder geklaut: Verstoß gegen gleich mehrere Gesetze
Wer ein Verkehrsschild klaut, verstößt mit unter gegen mehrere Gesetze. Zum einen ist es Diebstahl und Sachbeschädigung, zum anderen ein "gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr". Schon Aufkleber oder Graffitis auf Verkehrsschildern, also kleinere Beeinträchtigungen, können als gefährlicher Eingriff zählen, mahnt der ADAC.
Geldstrafen drohen und auch bis zu fünf Jahre Haft
Die genauen strafrechtlichen Konsequenzen sind vom Einzelfall abhängig. Wenn man Glück hat, bleibt es bei einer Geldstrafe, so ADAC-Sprecher Häußler. Aber es seien durchaus auch hohe Strafen von zwei bis fünf Jahren Gefängnis möglich. Die Verjährungsfrist beträgt laut Gesetz fünf Jahre.
Verkehrsschilder klauen ist definitiv kein dummer Jungenstreich, sondern eine richtige Straftat.