Wie die Polizei mitteilt, ist es bei winterlichem Wetter am Montag rund um Öhringen (Hohenlohekreis) gleich zu zwei Unfällen wegen herunterfallender Eisplatten gekommen. Die Geschosse lösten sich von Sattelzügen und krachten auf die Fahrzeuge weiterer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Die Unfälle verliefen glimpflich, verletzt wurde niemand. Der ADAC warnt vor der unterschätzen Gefahr.
Umherfliegende Eisplatten als Gefahr
Am Montagmorgen fuhr laut Mitteilung ein Transporter hinter einem Lkw auf der A6 Richtung Mannheim, als sich von dem vorausfahrenden Sattelzug mehrere Eisplatten lösten. Eine durchschlug die Beifahrerseite der Transporter-Windschutzscheibe, heißt es. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 2.000 Euro.
Zu einem weiteren Unfall kam es am Montag auf einer Landesstraße bei Öhringen: Eine Eisplatte rutschte von einem Lkw, der einem Auto in einer Kurve entgegen kam. Die Platte schlug gegen die Front des kleineren Fahrzeugs.
Da die Lkw bisher nicht ausfindig gemacht werden konnten, hofft die Polizei weiterhin auf Zeuginnen und Zeugen.
ADAC appelliert: Vor Fahrantritt Fahrzeug kontrollieren
Der ADAC warnt: Sich von Lkw-Dächern lösende Eisplatten sind "brandgefährlich". Grundsätzlich ist für den "verkehrssicheren Zustand des Fahrzeuges der Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin verantwortlich, so der Verkehrsclub. Gefährliche Dachlasten wie Schnee und Eis müssten vor Fahrantritt entfernt werden. Niemand sollte losfahren, ohne vorher zu kontrollieren. Manche Autohöfe stellten sogar entsprechende Räumstellen zur Verfügung.
Im Notfall Polizei verständigen
Dennoch rät der ADAC allen weiteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern, besonders bei Winterwetter Abstand zu halten. Wer einen Sattelzug mit Eisplatten auf dem Dach sieht, solle die Geschwindigkeit reduzieren. Gleichzeitig könne er mit der Lichthupe den Fahrer oder die Fahrerin aufmerksam machen. Im äußersten Fall kann die Polizei verständigt und das Kennzeichen des Lkw durchgegeben werden.