Nach dem Schock mit der Lizenzverweigerung vor knapp zwei Wochen können die Heilbronner Falken nun aufatmen. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat den Falken die Lizenz für die kommende Saison in der Eishockey Oberliga Süd erteilt. Das heißt: die Tradition des Profi-Eishockeys in Heilbronn kann weitergehen. Allerdings bekommt der Verein in der kommenden Saison sechs Punkte abgezogen.
Schiedsgericht hört nochmal die Falken-Verantwortlichen
Beim Schiedsgericht des DEB in München wurde am Dienstag zusammen mit den Verantwortlichen der Falken verhandelt. Die Heilbronner hatten rechtzeitig gegen die Lizenzverweigerung Rechtsmittel eingelegt und durften noch einmal vorsprechen. Mit Erfolg.
So wie es der geschäftsführende Gesellschafter der Falken Franz Böllinger schon am Freitag bei einer Kundgebung auf dem Kiliansplatz gehofft hatte: die Unterlagen sind nun vollständig. Nach Angaben des DEB konnte die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, mit den seitens der Heilbronner Falken nachgereichten Unterlagen, glaubhaft dargelegt werden.
Die Zulassung erfolgte letztlich unter verschiedenen administrativen Auflagen. Dazu kommt der Abzug von sechs Punkten für die Hauptrunde. Die Kosten des Verfahrens tragen die Heilbronner Falken.
Spendenaktion der Heilbronner Falken bringt über 100.000 Euro
Böllinger betonte bei der Kundgebung, dass auch er von der Lizenzverweigerung überrascht worden war. Die Fans hatten sofort Sammelaktionen im Internet gestartet und innerhalb weniger Tage weit mehr als 100.000 Euro zusammenbekommen. Auch die Sponsoren um die Schwarz-Gruppe sagten noch einmal ihre Unterstützung zu.
Mit den Worten "Danke an alle für die herausragende Unterstützung und Solidarität sowie euer Bekenntnis zu den Heilbronner Falken! Falken geben niemals auf – das habt ihr, das hat Heilbronn, das haben wir gemeinsam bewiesen", bedankte sich der Verein in den sozialen Medien.
Die Saison in der Eishockey-Oberliga beginnt im September mit den Heilbronner Falken. Der Spielplan soll nun zeitnah finalisiert und veröffentlicht werden.