Sparkasse will Filialen zukünftig nachts schließen

Schon wieder: Unbekannte sprengen Geldautomaten in Schwaigern

Am frühen Freitagmorgen haben unbekannte Täter in Schwaigern einen Geldautomaten gesprengt. Danach sind sie laut Polizei in einem Sportwagen geflüchtet. Die Höhe der Beute ist unklar.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer, Alice Robra

Erst zwei Wochen ist es her, dass in Offenau (Kreis Heilbronn) ein Geldautomat gesprengt worden ist, jetzt schon wieder: In Schwaigern (Kreis Heilbronn) haben am frühen Freitagmorgen Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt. Gegen 2:15 Uhr gab es mehrere Explosionen in der Bankfiliale in der Silcherstraße, sagte Annika Schulz, Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn, dem SWR. Nach einem lauten Knall hätten Anwohner die Polizei gerufen.

Flucht in einem schwarzen Sportwagen

Danach seien die Täter mit einem hochmotorisierten, schwarzen Sportwagen der Marke Audi geflüchtet, so Schulz weiter. Wie viel Geld die Täter mitnahmen und wie hoch der Schaden ist, ist unklar.

Vor Ort ist der Schaden groß: Scherben liegen auf dem Boden, die Türen und Fenster wurden aus den Verankerungen gerissen. Die Kraft der Explosion öffnete auch den Überweisungsautomaten, der gut zwei Meter weg von den eigentlichen Geldautomaten steht. Vor dem Gebäude hat die Spurensicherung außerdem hunderte Geldscheine eingesammelt - sie sind aber mit schwarzer Flüssigkeit beschmutzt und deshalb erstmal unbrauchbar.

Eingefärbtes Geld, das die Täter liegen ließen
Hunderte eingefärbte Geldscheine lagen vor der Bankfiliale.

Zeuge hat nachts die Polizei gerufen

Sebahattin Pehlivan lebt nur wenige Häuser entfernt und hat die Explosionen gehört. Nach der zweiten Explosion rief er sofort die Polizei, doch nur rund 40 Sekunden später sei das Fluchtauto schon davongefahren. Es sei unbeschreiblich laut gewesen. Er macht sich nun Sorgen um die Bewohner. Im Haus der Filiale lebe auch eine Familie mit kleinen Kindern, die zum Glück gerade verreist sei.

Polizei ermittelt

Die Filiale in Schwaigern war auf Sprengungen vorbereitet: Geldscheine wurden bei der Explosion eingefärbt, um sie unbrauchbar zu machen. Ein Kreissparkassensprecher bestätigte zudem, dass die Automaten gegen Explosionen mit Gasdruck gesichert waren. Wie es den Tätern dennoch gelang, die Automaten zu sprengen, dazu macht die Polizei keine Angaben.

Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb bisher erfolglos. Auch ein Polizeihubschrauber war in der Nacht unterwegs. Die Polizei ermittelt und sucht weitere Zeugen.

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