Auto rutscht bei Zaberfeld Böschung hinunter

Glatteiswarnung ohne Chaos: Polizei meldet in Heilbronn-Franken nur zwei Unfälle

Zuerst Schnee und Kälte, dann Nieselregen und Glatteiswarnung - doch das Wetter-Chaos in Heilbronn-Franken blieb aus. Die Polizei meldet lediglich zwei glättebedingte Unfälle.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer

Viel Schnee, klirrende Kälte und anschließend Nieselregen - eigentlich beste Voraussetzungen für ein Verkehrschaos. Doch in Heilbronn-Franken blieb das befürchtete Szenario aus. Trotz amtlicher Warnungen verliefen der Donnerstagabend und die Nacht auf Freitag überraschend ruhig. Laut Polizei gab es keine größeren Unfälle. Lediglich in Zaberfeld (Kreis Heilbronn) kam ein Autofahrer glättebedingt von der Straße ab und in Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) stürzte ein Fahrradfahrer.

Unfall bei Zaberfeld: Auto rutscht Böschung hinunter

Gegen Mitternacht verlor ein Autofahrer auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen kam alleinbeteiligt von der Straße ab, so ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Das Auto rutschte daraufhin rund 20 Meter eine Böschung hinunter. Verletzt wurde der Autofahrer aber nicht, der Unfall ging laut Polizei glimpflich aus.

Abgesehen von diesem Vorfall meldet das Polizeipräsidium Heilbronn eine ruhige Nacht. Auch aus dem Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen, das unter anderem für den Kreis Schwäbisch Hall verantwortlich ist, wurde nur ein glättebedingter Einsatz gemeldet. In Crailsheim stürzte am späten Abend ein Fahrradfahrer. Der 48-Jährige musste ins Krankenhaus. Laut Polizei trug er keinen Fahrradhelm.

Polizei hatte frühzeitig vor Glätte gewarnt

Dass es nicht zu mehr Unfällen kam, hat vor allem einen Grund: die Temperaturen. Zwar hatte die Polizei bereits am Donnerstagmorgen vor schwierigen Straßenverhältnissen gewarnt und Autofahrer gebeten, wenn möglich auf Fahrten zu verzichten. Hintergrund war die Kombination aus vorherigem Frost und einsetzendem Nieselregen, die lokal zu Glatteis führen kann. Doch statt Eisregen und Frost setzte in der Region Tauwetter ein.

SWR-Wetterexperte Bernd Madlener spricht von ungewöhnlich milden Temperaturen: "Wir haben verbreitet schon 3 bis 7 Grad plus - so mild war es zuletzt morgens vor knapp drei Wochen." Im Tagesverlauf klettern die Werte sogar auf 5 bis 9 Grad.

Ganz entspannt bleibt die Lage allerdings nicht. Das derzeitige Tauwetter ist nach Einschätzung der Meteorologen nur eine kurze Verschnaufpause. Sturmtief Elli sorgt auch am Freitag für unruhiges Wetter und viel Wind in der Region. Und spätestens am Samstag kehrt dann der Winter zurück: Schnee und sinkende Temperaturen sind erneut angekündigt.

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Dörzbach: Schwerer Unfall auf B19 am Vortag

Bereits am Mittwochnachmittag kam es auf der Bundesstraße 19 bei Dörzbach-Hohebach (Hohenlohekreis) zu einem glättebedingten Verkehrsunfall. Eine 19-Jährige geriet in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und streifte mehrere Fahrzeuge. Es kam zu einem Frontalzusammenstoß mit einem weiteren Auto.

Eine Beifahrerin des entgegenkommenden Pkw wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Der Schaden liegt laut Polizei bei rund 30.000 Euro. Die B19 war während der Unfallaufnahme etwa eineinhalb Stunden gesperrt.

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