Bei Flugshow über Osterfeiertage von Windböe erfasst

Greifvogel verzweifelt gesucht: Ausgebüxter Bussard hält Wüstenroter Anlage auf Trab

Starker Wind hat einen Bussard bei einer Flugshow über Ostern erfasst - das Tier ist seitdem nicht zur Greifvogelanlage Wüstenrot zurückgekehrt. Zahlreiche Helfer suchen.

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Stand

Bei einer Flugshow der Greifvogelanlage Wüstenrot (Kreis Heilbronn) ist am Sonntag ein Rotrückenbussard von einer Windböe erwischt und einige Hundert Meter weggetragen worden. Laut Betreibern ist der Vogel namens Zuri außerhalb der Greifvogelwarte orientierungslos. Derzeit sind mehrere Helferinnen und Helfer unterwegs, um das Tier zu suchen. Ein am Vogel befestigtes Glöckchen soll dabei helfen.

Viele Helfer nach Flugshow auf Suche nach Bussard

Die Suche gestaltet sich bisher allerdings schwierig - und erfolglos, sagte Betreiberin Constanze Wiesinger dem SWR auf Anfrage. Seit Sonntag sind mehrere Trupps unterwegs, um das Rotrückenbussard-Weibchen Zuri aufzustöbern - dabei rufen sie seinen Namen. Die Hoffnung: Das Tier reagiert auf diesen und bewegt sich. Das am Körper befestigte Glöckchen soll die Helferinnen und Helfer dann auf die richtige Fährte bringen.

Bussard wurde gesichtet

Zwar sind alle Vögel der Greifvogelwarte in Wüstenrot mit einem GPS-Signal ausgestattet, jedoch ist das Signal des Bussards nicht zu orten. Auf Facebook haben die Betreiber mit einem Bild einen Suchaufruf gestartet. Am Montag war das Bussardweibchen, das vor allem durch seinen rötlichen Rücken auffällt, tatsächlich von einem Paar in der Nähe von Wüstenrot-Finsterrot (Kreis Heilbronn) gesichtet worden, dann aber wieder verschwunden.

Auch in der Nacht zum Mittwoch kam ein Hinweis für eine Sichtung bei Wüstenrot-Neuhütten, Zuri war allerdings nicht mehr da, als die Wiesingers ankamen. Deshalb deren große Bitte: Sobald der Vogel gesichtet wird, direkt anrufen. Die Menschen sollen keine Scheu haben, sich zu melden. Seine Besitzer vermuten aufgrund des Windes, dass das Tier entweder Richtung Öhringen (Hohenlohekreis) oder Mainhardt (Kreis Schwäbisch Hall) geflogen ist.

Zuri ist wie ein Kind und wir hoffen, dass wir sie bald finden. Kein Anruf ist uns zuviel.

Alle, die im Umkreis von Wüstenrot unterwegs sind, sollen - so die Bitte - nach der sechsjährigen Zuri Ausschau halten und ihren Namen rufen, sie jedoch nicht versuchen, einzufangen. Das würde sie einschüchtern. Bei Regen oder Wind, so vermuten die Wiesingers, sucht sich das Tier eher einen geschützten Platz am Waldrand. Zuri wiegt rund 800 Gramm und hat eine Spannweite von 1,20 Meter.  

Auf ihrem Speiseplan stehen Mäuse und Eidechsen, die sie sich selbst fangen kann - um ihre Nahrung machen sich die Wiesingers weniger Sorgen.

Die größten Gefahren lauern in der Nacht: Da könnte der Vogel schnell den natürlichen Feinden, wie dem Uhu oder dem Habicht, zum Opfer fallen. Die Betreiber hoffen jetzt auf einen entscheidenden Hinweis.

Flugschau mit Eulen und Co.

Die Greifvogelanlage Wüstenrot führt nach eigenen Angaben Flugschauen mit "unterschiedlichen Greifvögeln und Eulenvögeln am Raitelberg" in Wüstenrot durch. Trotz der Suchaktion - die Flugschauen gehen wie geplant an Wochenenden und Feiertagen weiter.

Die Falkner besuchen regelmäßig Schulen, Kindergärten oder andere Einrichtungen mit einer von Hand aufgezogene Eule und einem Uhu. Dabei erfahren Kinder und Jugendliche Wissenswertes über die Lebensweise und den Umgang mit den Tieren.

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SWR