Auf dem Neckar bei Heilbronn-Horkheim ist am Dienstagnachmittag ein Schiff mit einem Hochwassersperrtor kollidiert. Das Schiff hatte ein Auto auf dem Achterdeck geladen, war damit dann aber wohl einfach zu hoch. Das Auto wurde gegen das Tor gedrückt, rutschte runter auf den hinteren Teil des Schiffes und wurde dabei schwer beschädigt.
Zu wenig Ballast an Bord - Schiff zu hoch
Möglicherweise hatte der Kapitän nicht beachtet, dass sein Schiff unbeladen war und deshalb höher aus dem Wasser ragte, heißt es von der Wasserschutzpolizei Göppingen, die den Unfall aufnahm. Ein Bremsmanöver war dann so kurzfristig nicht mehr möglich.
Das Schiff stoppte erst hinter dem Sperrtor. Die Besatzung konnte das Auto für die weitere Fahrt sichern. Am Schiff selbst entstand wohl nur ein minimaler Schaden, ebenso an dem Hochwassersperrtor, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei auf SWR-Anfrage.
Für den Kapitän hat das noch Folgen
Der Kapitän verständigte nach dem Unfall selbst die Polizei. Die ermittelt jetzt, es droht eine gebührenpflichtige Verwarnung. Außerdem gibt es eine Belehrung, denn die zulässige Höhe zu kontrollieren ist eben Aufgabe des Kapitäns. Dabei muss er auch den aktuellen Wasserstand mit einberechnen - und eben, wie viel Ballast sein Schiff gerade geladen hat.
Vereinzelt komme sowas immer wieder vor, so der Polizeisprecher, dass zum Beispiel auch ein Führerhaus eines Schiffes hängen bleibe. Zumindest aber aus den vergangenen Monaten sei kein weiterer Fall bekannt. Immerhin: Der Schiffsverkehr auf dem Horkheimer Kanal blieb von dem Vorfall unbeeinflusst.