Zugefrorene Türen, leere Batterien und Marderschäden

Minusgrade in Heilbronn-Franken: Kälte macht Mensch und Auto zu schaffen

Grauer Himmel, leichter Regen, Glätte - die Kälte macht es uns gerade nicht einfach: Die Arztpraxen sind voll, ebenso die Werkstätten - dafür sind die Autobatterien leer.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer

Es ist kalt geworden. Die Temperaturen in Heilbronn-Franken bewegen sich derzeit kaum noch im Plusbereich. Das macht vor allem unserem Körper zu schaffen, denn die Erkältungswelle rollt gerade wieder durch die Region. Aber auch die Werkstätten können sich bei der Kälte vor Arbeit kaum retten: Pannen, zugefrorene Türen oder leere Batterien.

Da kommt einiges zusammen, wie der Geschäftsführer der Autowerkstatt Autoschmiede in Heilbronn, Mehmet Bilgi, berichtet:

Kälte kriecht ins Auto: Marderbisse und Pannen bei Minusgraden in Heilbronn-Franken

Das Thermometer zeigt Minusgrade und die Autos geben reihenweise den Geist auf. Davon weiß auch Automechaniker Mehmet Bilgi zu berichten: Ständig klingelt das Telefon, sagt er im SWR-Interview. Denn gestrandete Autofahrerinnen und Autofahrer brauchen seine Hilfe.

Meistens ist die Batterie das Problem.

Denn die geht bei diesen Temperaturen gerne mal in die Knie. Vor allem an kalten Tagen bleibt die Autobatterie der Hauptgrund für Panneneinsätze, wie ein Sprecher des ADAC Baden-Württemberg dem SWR sagte. Hinzu kommen Marderschäden, berichtet der Heilbronner Mechaniker. Die Tiere suchen bei Kälte abends in den noch warmen Fahrzeugen Unterschlupf. Bisse in Kühlwasserschläuchen oder Zündkabeln seien zur Zeit sein tägliches Geschäft.

Wenn es kalt wird in Heilbronn-Franken ist auch die Grippewelle da

Auch die Grippewelle ist wieder da: Husten, Schnupfen, mit Fieber im Bett - das Schicksal teilen sich gerade so einige Menschen. Anfang des Jahres gab es schon einmal einen Aufschlag, dann wurden die Zahlen niedriger und jetzt: Hausarzt Tobias Neuwirth aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) berichtet von einem Höhepunkt in der Grippe-Saison. "Die Patienten haben sich einfach mit dem Virus infiziert", sagte er dem SWR.

Auch die SLK-Kliniken Heilbronn verzeichnen schon seit Jahresbeginn einen deutlichen Anstieg der stationär zu behandelnden Grippe-Patientinnen und Patienten. Die Behandlung sei personell und organisatorisch herausfordernder, da alle Betroffenen, die positiv auf Influenza getestet sind, isoliert behandelt werden müssen, teilte ein Sprecher mit.

Der Verlauf der Grippewelle sei für die aktuelle Jahreszeit aber durchaus normal. So hat die Krankenkasse Barmer wegen der hohen Fallzahlen eine Grippe-Hotline eingerichtet. Dort können unter der Nummer 0800 84 84 111 täglich von 6 bis 24 Uhr nach eigenen Angaben nicht nur Versicherte Fragen rund um die Erkrankung mit einem Arzt abklären.

Eisige Kältein Heilbronn-Franken: Wer bei Minusgraden auf den Heilbronner Wochenmarkt will, sollte sich warm anziehen. (Archivbild).
Eisige Kälte in Heilbronn-Franken: Wer bei Minusgraden auf den Heilbronner Wochenmarkt will, sollte sich warm anziehen.

Bibbern in der Kälte: Marktbeschicker müssen sich warm anziehen

Gerüstet und kälteerprobt sind beispielsweise die Beschickerinnen und Beschicker auf dem Heilbronner Wochenmarkt. Ihr Mittel für stundenlanges Durchhalten: der Zwiebellook. Mit dicken Handschuhen, mehreren Jacken übereinander, Mütze und Schal geht es ganz gut. Auch der Heizstrahler muss schon einmal her. Und Kundinnen und Kunden ziehen sich ohnehin warm an.

Aber - es könnte bald besser werden: Denn laut Wetterbericht ist die eisige Kälte in den nächsten Tagen schon wieder Geschichte. Es soll ein paar Grad milder werden.

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