Stadt zieht Bilanz nach zehn Jahren

Mehr als nur ein paar Blumen: Was bleibt von der Landesgartenschau in Öhringen?

Zehn Jahre nach der Landesgartenschau zieht die Stadt Öhringen Bilanz. Vieles wird bis heute genutzt - und auch finanziell scheint sich das Großprojekt gelohnt zu haben.

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Stand

Während in Ellwangen (Ostalbkreis) gerade die neue Landesgartenschau startet, blickt Öhringen (Hohenlohekreis) zurück: Vor zehn Jahren hat die Stadt selbst die Schau ausgerichtet. 2026 feiert sie das Jubiläum mit einem großen Programm.

Doch was bleibt von so einem Großereignis? Viel, sagt die Stadt. Rund 30 Hektar Fläche wurden damals neu gestaltet oder umgebaut. Dazu gehören der sanierte Hofgarten, das Freizeitareal Cappelaue oder der renaturierte Fluss Ohrn mit neuen Brücken. Auch ein Radweg, eine Skateanlage und sanierte Anlagen wie Hoftheater und Tiergehege sind entstanden. Für Oberbürgermeister Patrick Wegener (SPD) war die Gartenschau deshalb mehr als ein Sommer-Event:

Das war nicht nur eine Blumenschau, sondern vor allen Dingen ein Stadtentwicklungsprojekt.

Der für die Landesgartenschau neu gestaltete Hofgarten in Öhringen
Der für die Landesgartenschau neu gestaltete Hofgarten in Öhringen.

Neue Räume in Öhringen für Alltag und Freizeit

Zehn Jahre später sind viele dieser Orte fester Bestandteil des Alltags für die Menschen in Öhringen. Spaziergänge im Hofgarten, Freizeit an der Ohrn oder Sportangebote - die Flächen werden intensiv genutzt. Auch ein neues Wohnquartier ist im Anschluss entstanden.

Die Gartenschau habe die Stadt langfristig verändert, heißt es aus dem Rathaus. "Viele Bereiche werden bis heute genutzt", sagt Patrick Wegener. "Das ist eine große Besonderheit unserer Gartenschau."

Gemeinschaft als Erfolgsfaktor der Landesgartenschau

Ein entscheidender Punkt war offenbar das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Schon während der Gartenschau halfen zahlreiche Ehrenamtliche - und viele sind geblieben.

Ein Freundeskreis pflegt bis heute Teile der Grünanlagen. Für die Beteiligten steht vor allem das Miteinander im Vordergrund: Kontakte von damals bestehen weiterhin, die gemeinsame Arbeit verbindet. Eine der rund 280 Ehrenamtlichen vom Freundeskreis Landesgartenschau ist Christa Müller. Sie ist seit 2016 mit Herzblut dabei.

Diese Freundschaften sind bestehen geblieben. Und dann vor allen Dingen, wenn es hier grünt und blüht und man selber noch dazu was beitragen kann, finde ich einfach toll.

Die Ehrenamtlichen vom Freundeskreis der Landesgartenschau pflegen noch immer die Blumenbeete in Öhringen
Die Ehrenamtlichen vom Freundeskreis der Landesgartenschau pflegen noch immer die Blumenbeete in Öhringen

Landesgartenschau Öhringen war wirtschaftlich erfolgreich

Auch finanziell fällt die Bilanz positiv aus. Insgesamt kostete die Landesgartenschau rund 28 Millionen Euro. Etwa 15 Millionen davon trug die Stadt selbst.

Laut Stadtverwaltung hat sich das Investment gelohnt: Rund 1,4 Millionen Menschen kamen nach Öhringen - etwa 600.000 mehr als geplant. Öhringen spricht deshalb bis heute von einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Landesgartenschauen in Deutschland.

Auch Bürger berichten, dass seitdem mehr los sei und die Stadt an Attraktivität gewonnen habe. Die Landesgartenschau in Öhringen war mehr als ein einmaliges Ereignis. Sie hat die Stadt nachhaltig verändert und wirkt bis heute nach.

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SWR

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