Am Landgericht Ellwangen (Ostalbkreis) könnte am Mittwoch der Mordprozess von Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) zu Ende gehen. Ob dieser Termin allerdings stattfinden kann, war zwischenzeitlich unklar. Denn an einem Verhandlungstag, an dem ein Waffengutachten verlesen wurde, war einer der Schöffen eingeschlafen. In dem Prozess wird der Fall um einen Familienvater verhandelt, der seine Ehefrau aus Eifersucht hinter einem gemeinsam betriebenen Dönerimbiss erschossen haben soll.
Schöffe bei Gericht eingeschlafen: Mordprozess von Schrozberg kann weiter gehen
Zuletzt ging es um die Frage der Befangenheit des Schöffen. Die Verteidigung des Angeklagten hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, nachdem der ehrenamtliche Richter eingeschlafen war. Das Gericht hatte rasch reagiert und die Verlesung des Waffengutachtens wiederholt. Der Antrag wurde vom Gericht am Montag abgelehnt, daher kann der Prozess normal fortgesetzt werden.
Angeklagter soll Ehefrau heimtückisch erschossen haben
Ob am Mittwoch ein Urteil gesprochen wird, ist noch nicht sicher. Es geht um Mord aus Heimtücke. Der 37-jährige Angeklagte soll seiner damals 38 Jahre alten Ehefrau hinter einem Dönerimbiss der beiden aufgelauert haben. Er soll ihr dann unvermittelt in den Kopf geschossen haben.
Laut Staatsanwaltschaft habe er heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Grund für die Tat sei Eifersucht gewesen und er habe sich in seiner Ehre verletzt gefühlt. Das Ehepaar hat drei gemeinsame Kinder.