Seit Geldautomaten-Sprengung zwei Mal in Markthalle eingebrochen

Geldautomat mit höchstem Sicherheitsstandard in Offenau

Nachdem in Offenau letztes Jahr ein Geldautomat gesprengt wurde, haben die Banken mit neuester Technik aufgerüstet. Die Markthalle wurde zwischenzeitlich erneut Tatort.

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Von Autor/in Ulrike Schirmer

Ein Geldautomat mit höchsten Sicherheitsstandards steht jetzt in Offenau (Kreis Heilbronn). Der erste mit der höchsten Wiederstandsklasse im Bereich der Sparkasse Heilbronn. Eine Stahlkonstruktion im Inneren des Automaten soll selbst bei einer Sprengung verhindern, dass die Diebe an das Geld kommen. Zudem steht der Automat nun in einem Stahlbeton-Pavillon außerhalb der Markthalle im Freien.

Hochsicherheits-Tresor mitten in Offenau: Geldautomat mal anders

Im vergangenen Jahr hatte die Sprengung des Geldautomaten in der Markthalle großen Schaden am Gebäude und bei den Händlern angerichtet. Die Halle musste aufwendig saniert werden. Deshalb entschied man sich jetzt dafür, den Automaten auf dem Parkplatz direkt vor der Markthalle an der Hauptstraße aufzustellen. Wegen langer Lieferzeiten konnte er erst jetzt aufgestellt werden. Ihn können den Angaben zufolge auch Kunden der Volksbank nutzen. Die Sparkasse Heilbronn will auch in weiteren Orten Geldautomaten im Freien aufstellen - als nächstes in Kirchhausen. Gleichwohl will das Unternehmen auch künftig Automaten in den SB-Zonen der Filialen betreiben.

Nach der Sprengung steht ein neuer Geldautomat in Offenau - nicht mehr in der Markthalle, sondern auf dem Parkplatz. Das Geld kommt jetzt aus einem Stahlbeton-Pavillon.
Nach der Sprengung steht ein neuer Geldautomat in Offenau - nicht mehr in der Markthalle, sondern auf dem Parkplatz. Das Geld kommt jetzt aus einem Stahlbeton-Pavillon.

Verkäuferin: "Sicherheitsgefühl noch nicht da"

Die Verkäuferinnen in der Markthalle freuen sich, dass der Geldautomat nun im Freien steht. Sollten sich erneut Kriminelle mit Sprengstoff oder Gas an dem Automaten zu schaffen machen, wären die Geschäfte außen vor und müssten nicht wie beim letzten Mal mehrere Monate geschlossen werden, heißt es da. Wirklich sicher fühlt sich Iris Schneider vom Gemüsestand Böhringer aber dennoch nicht. "Das Sicherheitsgefühl ist leider noch nicht so da, wie es sein sollte", sagt die Verkäuferin. Seit November wurde bereits zweimal in die Markthalle eingebrochen. Zuletzt Anfang letzter Woche. Ziel waren Bezahlautomaten, an denen Kunden, die mit Bargeld bezahlen, Wechselgeld bekommen.

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Die fünf mutmaßlichen Geldautomatensprenger von Offenau waren im Juni vergangenen Jahres kurz nach der Tat in den Niederlanden festgenommen worden. Sie wurden später nach Deutschland ausgeliefert. Vier von ihnen sitzen derzeit in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft. Sie sollen für mehr als 20 Sprengungen verantwortlich sein. Die Tat in Offenau dauerte nur Minuten, dort wo früher der Automat stand, herrscht aber immer noch Leerstand.

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