Bundespolizei sucht Hundehalterin

Nordheim: Hund beißt Kleinkind im Zug ins Gesicht

In einem Regionalexpress soll ein Hund ohne Maulkorb einer Zweijährigen ins Gesicht gebissen haben. Die Halterin machte sich am Bahnhof Heilbronn aus dem Staub.

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Von Autor/in Raphael Moos

Auf der Strecke zwischen Nordheim (Kreis Heilbronn) und Heilbronn ist am Donnerstagnachmittag ein Kleinkind öfter im Zug hin und her gelaufen. Dabei kam es nach Angaben der Polizei offenbar auch an einem angeleinten Hund vorbei, der keinen Maulkorb trug. Das kniehohe Tier mit grau-schwarzem Fell soll der Zweijährigen dann in den Kopf gebissen haben. Dabei wurde sie im Gesicht verletzt.

Am Bahnhof Heilbronn sei die Halterin mit ihrem Hund ausgestiegen und weggelaufen, heißt es. Zeugen beschrieben sie als etwa 30 Jahre alt, zirka 1,70 Meter groß und korpulent. Sie soll ein schwarzes Tanktop und eine kurze Hose getragen haben. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der
fahrlässigen Körperverletzung und bittet um Hinweise.

Was muss ich bei Hunden in Bus, Bahn und Stadtbahn beachten?

In Zügen der Deutschen Bahn brauchen kleinere Haustiere (bis zur Größe einer Katze) kein Ticket, wenn sie in einer Transportbox mitgenommen werden. Größere Hunde zahlen die Hälfte des Fahrpreises und müssen, sofern sie nicht in einer Transportbox reisen, angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Ausnahmen gibt es für Assistenzhunde.

In Bussen gibt es Unterschiede je nach Verbund und Bundesland. In der Regel müssen sie aber auch hier angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Meist dürfen sie auch nicht allein auf die Sitze.

In vielen Fällen kann der Hund ohne Ticket mitfahren, man sollte sich aber vor der Fahrt unbedingt informieren. Zum Beispiel will der VVS für größere Hunde ein Kinderticket. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Bei den Stadtbahnen der SSB und auch im HNV sieht es ähnlich aus.

PETA fordert Einführung des Hundeführerscheins

PETA fordert nach dem Vorfall die umgehende Einführung des geplanten Hundeführerscheins in Baden-Württemberg. Die Organisation betont, dass nicht die Hunde, sondern meist das fehlende Wissen der Halterinnen und Halter über das Verhalten und die Körpersprache der Tiere das Problem seien. Ein verpflichtender Hundeführerschein mit Theorie- und Praxisteil könne helfen, Beißvorfälle zu verhindern und eine artgerechte Haltung zu fördern. PETA sieht im Führerschein auch ein Mittel gegen unüberlegte Hundekäufe.

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