Zwei Hunde an möglichem Giftköder verendet

Nach Todesfällen bei Bretzfeld: Hundehalter setzen auf Giftköder-Training

Nach zwei mutmaßlich vergifteten Hunden bei Bretzfeld wächst die Sorge bei Hundehaltern. Spezielle Trainings sollen verhindern, dass die Vierbeiner gefährliche Köder fressen.

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Die Szene wirkt unscheinbar: Ein Leckerbissen im Gras. Doch genau darin kann die Gefahr liegen. Beim Giftköder-Training lernen Hunde, solche Funde konsequent zu ignorieren.

Der Anlass ist ernst: Zwei Hunde sind Anfang März verendet - vermutlich nach dem Kontakt mit einem Giftköder, der in einem Waldstück zwischen Obersulm-Eschenau (Kreis Heilbronn) und Bretzfeld-Waldbach (Hohenlohekreis) auslag. Seitdem suchen viele Halter nach Möglichkeiten, ihre Tiere besser zu schützen.

Spezielles Training soll Hunde vor Giftködern schützen

In Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) bietet Hundetrainerin Sonja Hoegen entsprechende Kurse an. "Die Nachfrage ist deutlich gestiegen", sagt sie.

Das Training setzt auf klare Signale und Wiederholung. Auf einer Wiese werden gezielt Köder platziert. Die Hunde lernen, sich davon abzuwenden - zunächst auf Kommando, später möglichst selbstständig. "Das widerspricht ihrem natürlichen Verhalten", erklärt Hoegen. "Deshalb braucht es Übung und Geduld."

Starke Nachfrage von Hundehaltern

Für Halterin Christina Gruber ist das Training eine wichtige Vorsorge. Ihr Hund hatte bereits eine Vergiftung überlebt. "Es war extrem knapp" erinnert sie sich. Heute trainiert sie gezielt, um solche Situationen künftig zu vermeiden.

Auch andere Teilnehmer berichten von positiven Erfahrungen. Viele Hunde zeigen schnell Fortschritte. Entscheidend sei jedoch, die Übungen konsequent im Alltag fortzuführen.

Wir können nicht verhindern, dass Hundeköder ausgelegt werden, aber wir können verhindern, dass die Hunde da drangehen.

Neben Training bleibt Aufmerksamkeit der wichtigste Schutz. Wer bemerkt, dass sein Hund etwas Unbekanntes frisst, sollte keine Zeit verlieren und sofort tierärztliche Hilfe suchen.

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Vielleicht nicht an derselben Stelle, aber im unmittelbaren Nahbereich des Fundorts des Köders.

Für Hundehalter bedeutet das: wachsam bleiben - und im Zweifel vorbereitet sein.

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SWR

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