Mit einem Großaufgebot von über 100 Einsatzkräften ist die Feuerwehr am frühen Mittwochmorgen zum Solebad in Niedernhall (Hohenlohekreis) ausgerückt: Kurz nach 6 Uhr ging die Meldung bei der Polizei und der Feuerwehr ein. In einer Zwischendecke des Gebäudes war der Brand ausgebrochen. Auch eine Lüftungsanlage war betroffen.
Löscharbeiten der Feuerwehr im Solebad dauern bis in den Nachmittag
Die Feuerwehr konnte die offenen Flammen schnell löschen. Die Maßnahmen zur Verhinderung eines erneuten Brandausbruchs dauerten am Nachmittag aber weiter an. Badegäste waren nicht betroffen, da das Solebad aktuell wegen Umbauarbeiten geschlossen ist. Verletzte gab es deswegen keine. Am 1. Dezember sollte das Bad eigentlich wieder öffnen.
Niedernhalls Kommandant Markus Kraus bezeichnete die Löscharbeiten im Gespräch mit dem SWR als "schwierig". Das Dämmmaterial sei nicht mit Wasser zu löschen und würde immer wieder anfangen zu brennen.
Bürgermeister von Niedernhall bestürzt
Bürgermeister Achim Beck (parteilos) war am frühen Mittwochmorgen auch direkt vor Ort. Er zeigte sich sehr bedrückt. Im Interview mit dem SWR sagte er, dass für die Wiedereröffnung alles eingetaktet war und sich alle sicher waren, dass die Eröffnung am 1. Dezember klappt. Der Umbau hätte laut Beck in Windeseile stattgefunden. Der Brand wäre ein Schicksalsschlag und ein echter Schlag ins Gesicht.
Rund zwölf Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Nach ersten Schätzungen der Polizei liegt der Schaden durch das Feuer bei weit über 50.000 Euro. Beck kündigte allerdings direkt vor Ort an, das Ziel 1. Dezember noch nicht direkt verwerfen zu wollen. Vielleicht würde die Wiedereröffnung trotzdem gelingen, nur auf eine andere Art und Weise.
NINA Warn-App mit Gefahrenmeldung
Auch eine Gefahrenmeldung war über die NINA Warn-App heraus gegangen: Anwohnerinnen und Anwohner sollten am Mittwochmorgen Fenster und Türen geschlossen halten und Klimaanlagen ausschalten. Auch zwei Drohnen waren im Einsatz, um nach möglichen Glutnestern zu schauen.