Fahrlässige Brandstiftung vermutet

Tatverdächtiger nach Stallbrand in Forchtenberg ermittelt

Ein Feuer hat Ende Juli in Forchtenberg einen Stall zerstört. Dabei sind mehrere Rinder zu Tode gekommen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Details bekannt gegeben.

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Von Autor/in Oliver Diesem

Nach dem Brand in einem Stall in Forchtenberg-Ernsbach (Hohenlohekreis) Ende Juli gibt es jetzt einen Tatverdächtigen. Das hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn dem SWR auf Anfrage mitgeteilt. Sie ermittelt nun wegen fahrlässiger Brandstiftung. Wer der Beschuldigte ist, wollte Oberstaatsanwalt Harald Lustig nicht verraten. Klar ist nur, dass es sich nicht um den geschädigten Landwirt handelt. Im August hatten Staatsanwaltschaft und Polizei einen technischen Defekt ausgeschlossen.

Tatverdächtiger schaltet Anwalt ein

Ob der Beschuldigte ein Beschäftigter des Hofs gewesen ist und unter welchen Umständen es zu dem Feuer kam, bleibt zunächst noch unter Verschluss. Der Tatverdächtige habe einen Anwalt eingeschaltet, so Lustig. Bis Ende November soll sich entscheiden, ob in dem Fall Anklage erhoben wird. Neben zwölf toten Rindern geht es um einen Schaden von rund einer halben Million Euro.

Feuerwehr und Hilfskräfte verhinderten Schlimmeres

Das Feuer hatte sich nach Polizeiangaben am Nachmittag ausgebreitet, woraufhin dichte Rauchwolken über dem Ort zu sehen waren. Zunächst hatten Heuballen gebrannt. Anschließend breitete sich das Feuer auf eine Maschinenhalle und den Stall aus. Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW waren im Einsatz und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Ställe und Lager sowie das angrenzende Wohngebäude.

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