Im Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn (Kreis Heilbronn) versucht ein Storchenpaar erneut auf einer Achterbahn ein Nest zu bauen. Dabei ist das nicht ungefährlich für die Tiere und die hochsensible Technik der Attraktionen. Erst im vergangenen Jahr war ein Storch mit einer Achterbahn zusammengestoßen.
Tägliche Kontrollen in Tripsdrill sollen gefährlichen Nestbau verhindern
Wenn wie hier die Weißstörche versuchen ein Nest zu bauen, seien alle Mitarbeitenden besonders wachsam. Das sagte Pressesprecherin Britta Dirrler auf SWR-Anfrage. Insbesondere in der Brutzeit würden die Parkmitarbeiter jeden Tag alle Achterbahnen und andere Attraktionen auf dem Gelände kontrollieren, so Dirrler. Entdecken Mitarbeitende ein begonnenes Nest, wird es sofort entfernt. Die Störche bauen ihre Nistplätze gerne auf erhöhten Stellen, wie zum Beispiel Kirchtürmen - oder eben auf Achterbahnen.
Jedes Jahr brüten etwa 25 bis 30 Storchenpaare im Erlebnispark Tripsdrill und der Umgebung. Deshalb wissen die Parkbetreiber mittlerweile, wie sie damit umgehen müssen. So wurden auch alternative Nistplattformen auf Dächern oder Masten errichtet. Auch im aktuellen Fall sei nur wenige Meter weiter ein vorbereitetes Nest auf einem Waschhaus, berichtet Dirrler.
Der Park sei außerdem stets im Kontakt mit der baden-württembergischen Storchenbeauftragten, Judith Opitz. Mit ihr sei man regelmäßig über die Störche, deren Ansiedlung und Nestbauten im Gespräch, so Dirrler weiter.
Unfall vor rund einem Jahr: Storch kollidierte mit Achterbahn
Erst im April vergangenen Jahres ist erstmals ein Storch bei einem Unfall mit einer Achterbahn gestorben. Das Tier war damals mit einem Achterbahn-Wagen zusammengeprallt. Laut Pressesprecherin Dirrler war es der erste bekannte Fall dieser Art in der Geschichte Tripsdrills.