Die Ermittlungen zum tödlichen Flugzeugabsturz in Namibia Anfang der Woche könnten einige Zeit in Anspruch nehmen. Laut der namibischen Behörde für die Untersuchung von Flugunfällen ist nicht mit einem raschen Ergebnis zu rechnen. Es sei nicht abzuschätzen, wann es Details geben könnte. Sollte in zwölf Monaten kein Ergebnis vorliegen, soll es einen Zwischenbericht geben.
Behörden suchen Leiche von Silke Lohmiller
Bei dem Absturz kamen Silke Lohmiller, die ehemalige Geschäftsführerin der Schwarz Stiftung, ihr Mann Richard Lohmiller und deren Sohn Henry Lohmiller ums Leben. Die Familie kommt aus Bad Rappenau (Kreis Heilbronn). Das Ehepaar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und war eng mit Inhaber Dieter Schwarz verbunden. Auch der Pilot überlebte den Absturz nicht.
Aktuell wird noch nach Silke Lohmillers Leichnam gesucht. Die Leichen der drei Männer seien bereits gefunden worden, heißt es. Sie sollen nach Windhuk, der Hauptstadt Namibias, überführt werden. Dort sollen sie dann obduziert werden.
Familie setzte sich für soziale Projekte in Namibia ein
In Namibia selbst hat sich Familie Lohmiller für soziale Projekte eingesetzt. So wurde in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein EduCare e.V. aus Flein (ebenfalls Kreis Heilbronn) eine Schule in Namibia gebaut. Die Familie Lohmiller hatte dabei dem Verein zufolge die Materialien zum Bau der Schule sowie die Einrichtung finanziert.
Flugzeugabsturz Namibia: Keine Blackbox an Bord der Maschine
Der Airline Desert Air zufolge hatte die Maschine keinen Flugschreiber an Bord, auch als Blackbox bezeichnet. Der Kontakt zu dem Piloten soll kurz vor der geplanten Landung abgerissen sein, heißt es weiter. Kurz zuvor habe er gemeldet, dass er sich im Sinkflug befinde.
Region trauert um Familie aus Bad Rappenau Ex-Chefin der Schwarz Stiftung stirbt mit Familie bei Flugzeugabsturz in Namibia
Die Dieter Schwarz Stiftung trauert um Ex-Geschäftsführerin Silke Lohmiller: Sie und ihre Familie kamen bei einem Flugzeugabsturz in Namibia ums Leben.
Familie Lohmiller verunglückt tödlich: Erfahrener deutscher Pilot an Bord
Der Pilot war ein 68-Jähriger Deutscher. Er arbeitete seit 2019 erst freiberuflich, ab 2022 dann festangestellt für Desert Air. Er habe 4.200 Flugstunden gehabt und auch neue Piloten ausgebildet, heißt es.
Maschine stürzt kurz vor ihrem Ziel ab
Die Trümmerteile der Propellermaschine hatte ein Suchflugzeug am Montag in den Bergen nahe der Hammerstein Lodge entdeckt. Die Maschine vom Typ Cessna 210 war am Sonntag von der namibischen Hauptstadt Windhuk aus gestartet. Ersten Informationen der Behörden zufolge hatte das Flugzeug keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Das Flugzeug sollte nach einer Stunde Flugzeit auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen. Dort kam die Maschine aber nie an.