Dieser Artikel stellt den Stand vom 13.5.2026 um 10:24 Uhr dar. Inzwischen wurden weitere Details zum Flugzeugabsturz bekannt:
Ex-Chefin der Schwarz Stiftung und ihre Familie gestorben Flugzeugabsturz in Namibia: Wie kam es zum Flugzeugunglück?
Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz in Namibia dämpfen die Behörden die Erwartungen: Die Ermittlungen könnten über ein Jahr dauern. Es wurden auch noch nicht alle Leichen gefunden.
Vier Deutsche sind in Namibia laut der Fluggesellschaft Desert Air am Sonntag mit einer Propellermaschine abgestürzt und ums Leben gekommen. Die Schwarz Stiftung bestätigt: Bei den drei Passagieren handelt es sich um die Familie Lohmiller aus Bad Rappenau (Kreis Heilbronn), darunter die ehemalige Geschäftsführerin der Stiftung, Silke Lohmiller. Die Anteilnahme in der Region Heilbronn-Franken ist groß.
Flugzeugabsturz in Namibia am Sonntag: Propellermaschine kam nie an Ziel an
Die Familie Lohmiller und der deutsche Pilot waren nach Angaben der Fluggesellschaft Desert Air am Sonntag vom Flughafen der namibischen Hauptstadt Windhuk in einer Propellermaschine gestartet. Rund eine Stunde später hätte das kleine Flugzeug auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen sollen - dort kam sie allerdings nie an. Am Montagmorgen wurde das Wrack der Maschine entdeckt, es gab keine Überlebenden. Zur Absturzursache wird noch ermittelt.
Die Kleinflugzeuge sind wichtig für den Tourismus Namibias, da viele Gegenden sowie Lodges oder Nationalparks anders nur schwer zu erreichen sind. So auch Sossusvlei: Die Region ist eines der bekanntesten Urlaubsziele Namibias. Sossusvlei ist besonders bekannt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt zählen.
Anteilnahme um Familie Lohmiller nach Flugzeugabsturz
Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) spricht von einer "grausamen und unwirklichen Tragödie". Silke Lohmiller und ihr Mann Richard seien "Impulsgeber" gewesen und hätten unendlich viele Spuren auch in Heilbronn hinterlassen. Beide hätten gemeinsam noch so viele Pläne gehabt. Sebastian Frei (parteilos), Bürgermeister von Bad Rappenau, dem Wohnort der Familie, spricht ebenfalls von großer Bestürzung. Die Familie sei im Stadtleben sehr präsent und geschätzt gewesen.
Dieter Schwarz Stiftung trauert um ehemalige Geschäftsführerin Silke Lohmiller und ihre Familie
Silke Lohmiller war über 40 Jahre lang Teil der Schwarz Unternehmensgruppe. Sie war unter anderem für den Aufbau des Tip Werbeverlags verantwortlich und engagierte sich für soziale Themen. Von 2015 bis 2025 war sie außerdem Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung und wirkte damit beispielsweise an der Eröffnung der experimenta mit.
"Ihr unermüdlicher Einsatz galt stets dem Ziel, allen jungen Menschen Zukunftschancen zu eröffnen", schreibt der Vorsitzende Geschäftsführer Reinhold Geilsdörfer in einer Mitteilung der Dieter Schwarz Stiftung. "Wir trauern nicht nur um eine geschätzte Kollegin, sondern um einen besonders warmherzigen Menschen, den wir sehr vermissen werden."
Auch ihr Mann Richard Lohmiller war über mehrere Jahrzehnte Teil der Schwarz Gruppe. Er engagierte sich außerdem als erster Vorsitzender für den Sporthilfe Unterland e.V. Heilbronn-Hohenlohe. Bei dem Flugzeugabsturz kam auch der gemeinsame Sohn Henry ums Leben.