Zerrissene Kleider, teilweise völlig zerstört - eigentlich sollten sie an einem der schönsten Tage im Leben getragen werden, doch jetzt sind sie unbrauchbar. Insgesamt 19 Brautkleider wurden im dem Brautmodengeschäft in der Innenstadt von Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) zerstört. Nach Angaben der Inhaberin entstand dabei ein Schaden von rund 11.000 Euro. Zunächst hatten die "Fränkischen Nachrichten" berichtet.
Beschädigungen der Brautkleider während der Öffnungszeit entdeckt
Yvonne Schunder, die Inhaberin des Stores, ist seit Jahrzehnten im Brautmoden-Geschäft. So etwas habe sie aber in all den Jahren nicht erlebt, sagte sie im SWR-Interview und spricht von skrupellosen Tätern. Auf die beschädigten Kleider wurde sie vor einigen Tagen aufmerksam gemacht. Kundinnen hätten die betroffenen Kleider im Geschäft entdeckt. Daraufhin erstattete sie Anzeige bei der Polizei, die jetzt wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Die beschädigten Kleider befanden sich in Schunders Outlet-Geschäft in der Lioba-Straße. Die Verkaufsfläche teilt sie sich mit einem Paketshop. Dort, so erzählt sie, herrsche besonders in den Nachmittagsstunden reger Kundenverkehr. Vermutlich blieb der Vorfall dann aber zunächst unbemerkt.
Auf ihren Kanälen in den sozialen Netzwerken hat Yvonne Schunder ihrem Ärger Luft gemacht. Zahlreiche Userinnen und User äußerten daraufhin ihre Empörung und hoffen, dass die Verantwortlichen ermittelt werden können.
Sicherheitsmaßnahmen: Brautkleider werden videoüberwacht
Wenige Tage nach dem Vorfall hat Yvonne Schunder technisch aufgerüstet und Kameras installiert. Ihre Brautkleider werden jetzt videoüberwacht. Die Geschäftsinhaberin hofft nun darauf, dass die mutmaßlichen Täter gefunden werden und bittet Zeugen, sich an die Polizei zu wenden.