Ein Tempolimit soll's richten

Unfallserie nach Sperrung des Schemelsbergtunnels: Deshalb krachte es so häufig

Seit Januar ist der Schemelsbergtunnel bei Weinsberg gesperrt. Die Umleitungsstrecke hat es wohl in sich - es hat bereits mehrmals gekracht. Und alle Unfälle haben dieselbe Ursache.

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Von Autor/in Juliane Pyper, Ulrike Schirmer

Innerhalb einer Woche hat es bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) sechs Unfälle gegeben. Vier Menschen wurden dabei verletzt. Alle Unfälle ereigneten sich auf der Umleitungsstrecke zwischen Weinsberg und Erlenbach (ebenfalls Kreis Heilbronn). Sie wurde aufgrund des gesperrten Schemelsbergtunnels eingerichtet. Alle Unfälle geschahen laut Polizei aus demselben Grund. Das Landratsamt Heilbronn hat nun entschieden, nachzubessern.

Missachtung der Verkehrsführung führt zu Unfällen: Heftiger Crash mit Schwerverletztem

Alle Unfälle sind laut Polizei auf die Missachtung der Verkehrsführung zurückzuführen. Der letzte schwere Unfall ereignete sich am vergangenen Mittwoch. Ein 30-Jähriger hatte das Stoppschild übersehen und war ungebremst in ein anderes Auto gefahren. Dabei wurde ein 58-jähriger Mann in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Der Bereich musste über zwei Stunden voll gesperrt werden.

Unfallserie nach Sperrung des Schemelsbergtunnels: Am Mittwoch krachte es auf der Umleitungsstrecke erneut. Bei dem Unfall wurde eine Person schwer verletzt.
Unfallserie nach Sperrung des Schemelsbergtunnels: Am Mittwoch krachte es auf der Umleitungsstrecke erneut. Bei dem Unfall wurde ein 58-jähriger Mann schwer verletzt.

Einsatz der Feuerwehr Weinsberg An der Abfahrt der B39 zur aktuellen Umleitungsstrecke kam es am Mittwochvormittag zu...Posted by Kreisfeuerwehrverband Heilbronn on Friday, January 10, 2025

Die Heilbronner Polizei schätzt die Einmündung allerdings als unproblematisch ein. Die Beschilderung, die Fahrbahnmarkierungen und die Stoppstellen seien mehr als deutlich. Jedoch täusche einige Verkehrsteilnehmende der breite Ausbau der Straße von Erlenbach nach Weinsberg. Deshalb gehen einige Autofahrerinnen und Autofahrer davon aus, dass sie sich auf einer Vorfahrtsstraße befinden. So war es an dieser Stelle geregelt, bevor die Strecke zur Umleitung wurde.

Geschwindigkeitsreduzierung soll weitere Unfälle verhindern

Um weitere Unfälle zu vermeiden, gilt in diesem Bereich seit wenigen Tagen Tempo 30. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Reduzierung der Geschwindigkeit an dieser Stelle weitere Unfälle verhindert, teilt die Heilbronner Polizei auf SWR-Anfrage mit. Allgemein verbessere Tempo 30 die Verkehrssicherheit.

Viele Verstöße festgestellt

An allen Werktagen fanden laut Polizei am Stoppschild Kontrollen statt. Die Anzahl der Verstöße bewegt sich bisher allerdings im mittleren zweistelligen Bereich.

Wer ein Stoppschild missachtet und dadurch zur Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmende wird, dem droht ein Bußgeld von mindestens 70 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Sollte es zu einem Unfall kommen, werden mindestens 85 Euro fällig und ebenfalls ein Punkt in Flensburg.

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