Unwetter mit Starkregen, Hagel und sturmartigen Böen haben am Wochenende in der Region Heilbronn-Franken für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders betroffen war der Stadtkreis Heilbronn, aber auch im Umland rückten die Einsatzkräfte mehrfach aus.
Wassermassen heben Gullideckel: 18 Einsätze allein in Heilbronn
Allein im Stadtgebiet Heilbronn zählte die Feuerwehr 18 wetterbedingte Einsätze am Wochenende, wie Sprecher Jürgen Vogt dem SWR mitteilte. Besonders auffällig: Ungewöhnlich viele Gullideckel wurden durch das hohe Wasseraufkommen aus der Verankerung gedrückt - unter anderem im Bereich der Oststraße und Wollhausstraße.
Am Samstagabend war die Gartenstraße zeitweise nicht mehr passierbar: Ein umgestürzter Baum blockierte dort die Fahrbahn. Die Feuerwehr musste den Baum beseitigen, um die Straße wieder freigeben zu können.
Außerdem sorgten in Heilbronn an Sonntag kräftige Hagelschauer für kurzzeitiges Chaos. Innerhalb weniger Minuten waren Straßen, Gehwege und Gärten von einer weißen Schicht aus Hagelkörnern bedeckt. Größere Schäden blieben offenbar aus.
Keller unter Wasser und Äste auf der Straße
Auch im Landkreis Heilbronn melden die Feuerwehren mehrere Einsätze. In Leingarten (Kreis Heilbronn) liefen mehrere Keller voll und mussten von der Feuerwehr ausgepumpt werden, Unterführungen wurden überflutet.
Ein ähnliches Bild gab es auch in vielen anderen Orten der Region: Straßen waren überschwemmt, Keller vollgelaufen und auf einigen Straßen, etwa in Schöntal (Hohenlohekreis), lagen umgestürzte Äste, die von der Feuerwehr beseitigt werden mussten.
Keine Unfälle auf den Straßen
Im Main-Tauber-Kreis blieb die Lage hingegen weitgehend ruhig. Wie Feuerwehrkommandant Florian Geyer mitteilte, gab es dort lediglich drei wetterbedingte Einsätze - alle rund um Külsheim.
Und auch die Polizei gibt Entwarnung: Trotz der teils extremen Witterungsverhältnisse gab es keine wetterbedingten Unfälle im Straßenverkehr der Region. Die Lage blieb insgesamt überschaubar, so ein Sprecher.