Tigermücke, Japankäfer und Co.

Diese invasiven Arten gibt es in Baden-Württemberg

Von Mücke über Käfer bis zu Ameisen: In BW häufen sich Meldungen von Insekten, die sich schnell verbreiten und starke Auswirkungen haben. Eine Übersicht:

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Brachyponera chinensis, die asiatische Nadelameise
Kann schmerzhaft zustechen, wenn man sie aufscheucht: Brachyponera chinensis, die asiatische Nadelameise.
Schnakenbekämpfer KABS: Asiatische Tigermücke hat sich in der Pfalz stark vermehrt.
Die aus Asien eingeschleppte Tigermücke kann mehr als zwanzig Krankheitserreger übertragen und verbreitet sich in Deutschland. Zwar hielt sich die Ausbreitung im Kreis Karlsruhe oder auch der Bodenseeregion im vergangenen Sommer noch in Grenzen, man müsse aber aufgrund des Klimawandels davon ausgehen, dass sich die asiatische Tigermücke auch in der Bodenseeregion noch weiter ausbreite, so das Landratsamt des Bodenseekreises.
Japankäfer (Popillia japonica)
Der Japankäfer wird oft als invasive Art bezeichnet. Er hat sich aktuell in Deutschland allerdings noch nicht angesiedelt. 2024 wurden in Freiburg und im Kreis Ludwigsburg einzelne Käfer entdeckt.
Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten
Der Landesverband Badischer Imker ist über die rasante Verbreitung der asiatischen Hornisse sehr beunruhigt. Seit 2022 hat sich die Zahl der gemeldeten Nester vervielfacht. Im vergangenen Jahr rechnete das baden-württembergische Umweltministerium mit mehr als 1.000 Nestern.
Invasive Ameisen der Art Tapinoma magnum sind auf einer Fläche in der badischen Stadt Kehl zu sehen.
Seit mehreren Jahren treibt die nordafrikanische Ameisenart "Tapinoma magnum" ihr Unwesen im Baugebiet Mattenberg in Fischingen (Kreis Lörrach) und auch in Herxheim (Rheinland-Pfalz) breitet sich die Ameise aus.
picture alliancedpa | Julian Stratenschulte
Inerhalb von 15 Jahren hat sich die Zahl der Nutrias (auch unter dem Namen Biberratte bekannt) in Deutschland mehr als verdoppelt. Mit ihren großen orangefarbenen Nagezähnen und knopfartigen Augen haben sie ein markantes Aussehen. Nutrias können etwa 65 Zentimeter lang und zehn Kilo schwer werden.
Nilgänse bevölkern den Schlossgarten in der Stuttgarter Innenstadt.
Der Kot der Nilgans ist an vielen Orten zu einem Problem geworden. Parks, Grünanlagen und Flächen an Beckenrändern von Schwimmbädern sind oft voller Hinterlassenschaften der invasiven Tierart.
Ein junger Waschbär schaut von einem Dach herunter.
Sie sehen süß aus, sind mittlerweile aber eine Plage. Waschbären breiten sich nicht nur im Wald aus, sondern wüten auch im Stadtgebiet. Die nachtaktiven Raubtiere fressen vor allem kleinere Wirbeltiere, aber auch Frösche, Lurche, Schildkröten und Vögel.

Zu den bekanntesten Tierarten, die in Baden-Württemberg als invasiv bezeichnet werden, gehören aktuell diese Arten.