Die Jagd in Deutschland erlebt einen Wandel: Sie wird jünger, weiblicher und immer beliebter. Laut einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Jägerverbands stehen 77 Prozent der Bevölkerung hinter der Jagd, insbesondere zur Bestandsregulierung. Auch die Zahl der Jagdscheinanwärterinnen und -anwärter wächst. Ein Beispiel dafür ist der Kreis Waldshut. In den letzten zehn Jahren hat sich hier die Anzahl der Jäger laut Kreisjägermeister Bernhard Kallup von 500 auf 1.000 verdoppelt. Die Jagdkurse sind regelmäßig ausgebucht – und fast die Hälfte der Teilnehmenden sind Frauen.
Katharina Sellenmerten, 16 Jahre alt, ist eine dieser jungen Jagdschülerinnen. Sie bereitet sich auf ihren Jugendjagdschein vor, den sie bereits mit 16 Jahren machen kann. Jagen darf sie allerdings nur in Begleitung. Für sie steht nicht das Schießen im Vordergrund, sondern der Tier- und Naturschutz. „Vor dem Schuss ist man ziemlich angespannt. Aber mit der Zeit spielt sich das ein wenig ein“, erzählt sie.
Neue Jägerinnen Die Jagd im Trend: Jung, weiblich und naturverbunden
Die Jagd erlebt einen Boom: Immer mehr Frauen und junge Menschen machen den Jagdschein. Was ist die Faszination dahinter? Ein Blick nach Waldshut.