Frisch gemahlener Kaffee: Der Duft der Vergangenheit

1.200 Kaffeemühlen: Wie Günter Fiebelkorns Sammelleidenschaft begann

Wenn Günter Fiebelkorn aus Bretten Kaffee mahlt, wird er sofort in seine Kindheit versetzt. Der Sammler hat 1.200 Kaffeemühlen im ganzen Haus nach einem eigenen System sortiert.

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Von Autor/in Mirka Tiede

Bei Günter Fiebelkorn gibt es in seinem Haus in Bretten überall Kaffeemühlen zu entdecken. Insgesamt sind es etwas mehr als 1.200. Vereinzelt verstecken sich einige von ihnen in Vitrinen neben anderen Gegenständen. Die meisten stehen aber sauber aufgereiht und thematisch sortiert auf Regalen im Keller.

Kaffeemühlen aus der ganzen Welt in Bretten

Die Kaffeemühlen stammen aus der ganzen Welt. Auch sehr alte, antike Fundstücke aus dem 19. Jahrhundert, Wandmühlen und Sitzmühlen, auf die man sich draufsetzt, sind mit dabei. Einige von ihnen haben auch außergewöhnliche Formen und Farben.

Sie sind so vielfältig. Das fasziniert.

Bei Sammler Günter Fiebelkorn in Bretten stehen im Keller viele verschiedene Kaffeemühlen.
Bei Sammler Günter Fiebelkorn in Bretten stehen im Keller viele verschiedene Kaffeemühlen.

Kaffeemühlen stehen ab Mai in Brettener Ausstellung

Ab Mai wird eine Auswahl der Kaffeemühlen in Bretten im Museum im Schweizer Hof in der Sonderausstellung "Jäger und Sammler - Objekte der Begierde" stehen. Günter Fiebelkorn hatte den Aufruf, sich als Sammler zu melden, in der Zeitung gefunden. Der Titel der Ausstellung hatte ihn angesprochen. Denn auch er fühle sich wie ein Jäger, wenn er sich auf Flohmärkten auf die Suche nach neuen Schätzen mache.

Man hat kein Auge mehr für etwas anderes.

Dabei achte er vor allem auf besondere Formen und Bemalungen. Momentan mache sich der Sammler schon viele Gedanken darüber, welche Kaffeemühlen er am Ende auswählt, erzählt er. Denn Günter Fiebelkorn möchte ein möglichst breites Spektrum von Formen und Farben präsentieren.

Sammler Günter Fiebelkorn aus Bretten mit seiner allerersten Kaffeemühle in der Hand
Sammler Günter Fiebelkorn aus Bretten mit seiner allerersten Kaffeemühle

Geruch von Kaffee erinnerte Sammler Fiebelkorn an Kindheit

Günter Fiebelkorn sammelt etwa seit 20 Jahren Kaffeemühlen. Seine allererste hat er schon in seiner Kindheit bekommen. Die Leidenschaft entfachte sich nach einem Flohmarktbesuch, bei dem er eine Kaffeemühle entdeckt hatte. Sie habe ihn an seine Kindheit erinnert, erzählt der ehemalige Koch. Früher hatte er den Kaffee für seine Mutter gemahlen. "Das ist ins Blut übergangen."

Besonders erinnere sich an den Geruch der frisch gemahlenen Bohnen. Kaffee direkt aus der Kaffeemühle gebe es aber nicht täglich. Denn er mahle nur ein oder zweimal im Monat. Das Kaffeepulver käme dann in einen Sammelbehälter.

Fiebelkorns Ehefrau teilt Sammelleidenschaft

Die Leidenschaft für Kaffeemühlen teilt Günther Fiebelkorn mit seiner Ehefrau Ruth Eleonore. Immer wieder sucht sie sich selbst besondere Exemplare aus. Zum Beispiel die Kaffeemühlen mit Darstellungen, die die verschiedenen Provinzen von Frankreich symbolisieren.

Ich sage schon, was ich haben möchte.

Ruth Eleonore Fiebelkorn, die Ehefrau des Sammlers aus Bretten, zeigt eine Kaffeemühle
Auch Ehefrau Ruth Eleonore Fiebelkorn hat eine Leidenschaft für Kaffeemühlen. Einer ihrer Favoriten hing lange in der Küche. Bild in Detailansicht öffnen
Kaffeemühlen eines Sammlers aus Bretten. Auf ihnen Darstellungen der verschiedenen Provinzen von Frankreich.
Die Darstellungen auf den Kaffeemühlen des Sammlers in Bretten sollen die verschiedenen Provinzen von Frankreich symbolisieren. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Motive. Bild in Detailansicht öffnen

Irgendwann werde Günter Fiebelkorn die Kaffeemühlen verkaufen müssen. "Wenn der Preis stimmt", sagt er. Das Ehepaar hat selbst keine Kinder und irgendwo müssten die Kaffeemühlen ja hin. Sich von seinen Schätzen zu trennen, werde dem Sammler aber nicht leicht fallen. Jede einzelne von ihnen sei dem Ehepaar ans Herz gewachsen.

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Autor/in
Mirka Tiede
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