Das Abkochgebot von Trinkwasser in Bad Herrenalb im Kreis Calw ist aufgehoben worden. Nach Analysen und Kontrollen wurden keine Beeinträchtigungen des Trinkwassers mehr festgestellt. Das teilte das Landratsamt Calw mit.
Trotzdem müssten alle Leitungen der betroffenen Haushalte noch einmal durch die Bewohner selbst gespült werden, sofern das noch nicht nach dem 16. Juni geschehen ist. Denn es könne sich noch gesundheitsgefährdendes Restwasser in den Leitungen befinden.
Trinkwasser von Bad Herrenalb: Darmbakterien nachgewiesen
Drei Proben hintereinander mussten ohne Auffälligkeiten sein, erst dadurch konnte das Abkochgebot aufgehoben werden. Die erste Wasserprobe Mitte Juni zeigte eine "mikrobielle Kontamination" auf, so eine Sprecherin des Landratsamts Calw.
Dabei handelt es sich um sogenante E. coli und coliforme Keime, die natürlicherweise im Darm von Menschen und Tieren vorkommen. Deswegen musste das Trinkwasser abgekocht werden.
Leck in Hochbehälter Grund für Abkochgebot in Bad Herrenalb
In Teilen der Innenstadt war Anfang der vergangenen Woche das Trinkwasser verunreinigt. Grund war nach Angaben von Karina Herrmann, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Herrenalb, ein Leck in einem Hochbehälter. Durch das Leck konnten über den Starkregen am Wochenende Schmutzpartikel, also Erde und Sand, ins Trinkwasser kommen.
Als Vorsichtsmaßnahme habe das Landratsamt Calw ein Abkoch- und Spülgebot erlassen. Insgesamt seien von dem verunreinigten Trinkwasser etwa 630 Bürgerinnen und Bürger betroffen gewesen, so Karina Herrmann.