Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass sie die Ermittlungen gegen einen Mann aus der Region Pforzheim und zwei Mitglieder seiner Familie wieder aufgenommen hat. Zuerst hatten die "Badischen Neuesten Nachrichten" berichtet.
Hinweise zu mutmaßlicher Entführung der Block-Kinder
Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Entführung von zwei Kindern der Hamburger Gastronomieunternehmerin Christina Block gebe es neue Hinweise. Sie muss sich bereits seit Juli 2025 vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Block soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, nach einem Sorgerechtsstreit ihre Kinder vom Wohnort des Ex-Mannes in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Das Ganze soll rund um den Jahreswechsel 2023/24 passiert sein. Sie bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess läuft bereits seit Juli 2025.
Block-Prozess: Welche Rolle spielte Familie aus Pforzheim?
Die Ermittlungen gegen vier Personen aus der Region Pforzheim waren vergangenes Jahr zunächst eingestellt worden. Die Familie soll den mutmaßlichen Entführern der Block-Kinder Unterschlupf gewährt haben und in den Kauf eines Wohnmobils verwickelt gewesen sein. Damals hieß es, dass die Pforzheimer Familie nichts von den Tathintergründen gewusst habe.
Der damals zehn Jahre alte Sohn und die 13-jährige Tochter von Christina Block wurden nach der mutmaßlichen Entführung zu deren Bauernhof im Enzkreis gebracht. Von dort holte Christina Block ihren Sohn und ihre Tochter nach eigenen Angaben zu sich nach Hamburg.
Neue Erkenntnisse führen zu neuen Ermittlungen
Nun gebe es neue Hinweise, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Anlass seien Erkenntnisse aus einem gesonderten Ermittlungsverfahren, das weitere mutmaßlich Beteiligte an den Geschehnissen in der Silvesternacht in Dänemark betreffe, heißt es. Deshalb ermittle man jetzt erneut gegen den Mann und zwei Familienmitglieder. Das Verfahren gegen eine weitere Person bleibe eingestellt.