100 Menschen mussten Bad verlassen

Chlorgasaustritt sorgte für Großeinsatz - Hallenbad in Stutensee öffnet wieder

In einem Hallenbad in Stutensee-Blankenloch war am 5. Februar Chlorgas ausgetreten. Das Gebäude wurde geräumt. Das Bad öffnet jetzt wieder.

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Von Autor/in Mathias Zurawski

In einem Hallenbad in Stutensee (Kreis Karlsruhe) war am Nachmittag des 5. Februar eine größere Menge Chlorgas ausgetreten. 100 Menschen mussten das Bad im Stadtteil Blankenloch verlassen, so die Stadtverwaltung Stutensee in einer Mitteilung.

Ausströmendes Chlorgas löst Alarm aus

Nach Angaben der Polizei waren mehrere Personen verletzt worden, darunter auch Kinder. Zwei Menschen wurden für weitere Untersuchungen in Krankenhäuser gebracht. Sie und andere Badegäste hatten über Reizungen der Atemwege geklagt.

Stutensee: Bad öffnet wieder

Das Ereignis sei auf einen technischen Defekt zurückzuführen, teilt die Stadtverwaltung eine Woche später mit. Beim Überprüfen der Vorrichtungen sei ein Leck am Regelventil als Ursache ermittelt worden, das auf die Chlorgasflasche montiert ist und die Regelung in das Vakuumsystem steuert. Dieses wiederum verteilt das Chlorgas im System und dient zugleich als Sicherheitseinrichtung. Vorsorglich seien alle relevanten Bauteile der gesamten Chlorgasanlage ausgetauscht und mit neuen Prüfsiegeln versehen worden.

Betroffene können sich bei Stutenseebad melden

Laut Stadtverwaltung befinde sich die Anlage im Testbetrieb und zeige laut Betriebsleiter Fischer keinerlei Auffälligkeiten. Die Badewasserqualität sei in der Zwischenzeit nicht beeinträchtigt worden. Badegästen, die von der Evakuierung am 5. Februar betroffen waren sind aufgerufen, sich beim Team des Stutenseebads zu melden. Sie erhalten dann einen kostenfreien Besuch des Bads oder eine Rückerstattung.

Alarm löste Großeinsatz aus

Der Alarm wurde während des Badebetriebs am 5. Februar in einem Lagerraum des Hallenbads ausgelöst. Hier sei Chlorgas aus zwei Flaschen ausgeströmt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber dem SWR. Der Alarm sorgte für einen Großeinsatz. Rund 130 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften waren vor Ort.

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