Knapp zwei Wochen nach dem schweren Badeunfall im Freibad Waldbronn weist das Gutachten auf schwere Mängel an der Technik hin. Zuerst hatten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) berichtet. Ein neunjähriges Mädchen soll sich in einer Messstation mit seinen Haaren verfangen haben und unter Wasser gezogen worden sein. Das Mädchen musste reanimiert werden. Nach dem Vorfall blieb das Bad tagelang geschlossen.
Staatsanwaltschaft Karlsruhe: Gutachten zeigt gravierende Mängel auf
Nach dem Unfall war ein Gutachten in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis liegt laut Staatsanwaltschaft Karlsruhe nun vor und wird ausgewertet. Die sogenannte Messwasserentnahmestelle des Schwimmbeckens wurde dabei untersucht. Demnach sei die Ansauggeschwindigkeit der Pumpe deutlich zu hoch eingestellt gewesen.
Außerdem soll die Öffnungsgröße dieser Messstelle zu groß sein. Diese Umstände sollen zu einem Vakuum geführt haben. Für das Mädchen sei es unmöglich gewesen, sich eigenständig zu befreien.
Badeunfall wird weiter untersucht Mädchen fast ertrunken: Freibad in Waldbronn öffnet wieder
Nach einem Badeunfall in Waldbronn, bei dem ein Mädchen fast ertrank, öffnet das Schwimmbad nach vorübergehender Schließung wieder. Die Unfallursache wird noch untersucht.
Ermittlungen gegen Verantwortliche in Waldbronn laufen
Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft an - auch in Bezug auf mögliche verantwortliche Personen. Wann diese abgeschlossen sein werden, sei noch nicht absehbar. Kurz nach dem Unfall betonte Waldbronns Bürgermeister Christian Stalf, dass die Anlage im Freibad relativ neu sei. Sie werde regelmäßig gewartet und sei ordnungsgemäß betrieben worden.
Auf SWR-Nachfrage hielt sich Stalf am Mittwochnachmittag bedeckt. Er habe die offiziellen Informationen der Staatsanwaltschaft noch nicht vorliegen, und man wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen. Es sei unerklärlich, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Die Gemeindeverwaltung bleibt bei der Aussage, dass die Anlage relativ neu sei und ordnungsgemäß gewartet wurde.