Seit zwölf Jahren fliegt Falko Traber mit seinem Schlitten über die Köpfe der Christkindlesmarktbesucher in Karlsruhe hinweg. Zweimal am Tag lässt er damit vor allem die Augen der kleinen Gäste strahlen. Wenn die Kinder nach dem Weihnachtsmann rufen, ist das für den erfahrenen Hochseilartisten noch immer ergreifend. "Da werden auch bei mir Emotionen geweckt", sagt der 66-Jährige.
SWR-Reporter Teo Jägersberg hat zum Start des Christkindlesmarkt über den fliegenden Weihnachtsmann Falko Traber berichtet:
Artist mit langer Familientradition: Karlsruhe als Heimspiel
Ob nach Rumänien, England, die Niederlande oder Schweiz - sein Job bringt ihn immer wieder an die unterschiedlichsten Orte der Welt. Zu Karlsruhe pflegt er aber eine ganz besondere Beziehung: "Meine Mutter ist hier geboren", erklärt er. "Es ist eigentlich ein Heimspiel."
Seine Leidenschaft wurde ihm bereits in die Wiege gelegt: 1959 kam er bei einer Tournee der Familie in Frankreich zur Welt. Mit fünf Jahren fuhr er zum ersten Mal auf den Schultern seines Onkels mit dem Motorrad über ein Seil. In seinem späteren Berufsleben als Artist brach er dann sämtliche Weltrekorde: Unter anderem balancierte er in 400 Metern Höhe auf dem Seil der längsten frei hängenden Seilbahn in Kitzbühel.
Kunsthandwerk und Livemusik Weihnachtsmärkte in Baden-Baden und Ettlingen beginnen
In der Adventszeit öffnen viele schöne Weihnachtsmärkte in Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim. Besonders magische Weihnachtsstimmung gibt es hier.
Fliegender Weihnachtsmann Falko Traber mit Lampenfieber
Was nach all den Jahren im Berufsleben aber geblieben ist, ist das Lampenfieber. Denn trotz all der Weihnachtsmagie kann selbst ein fliegender Weihnachtsmann die Nervosität nicht einfach so abschütteln. "Wenn einer denkt: 'Das ist alles kein Problem', dann hat er schon mal einen Fehler gemacht. Das ist immer eine Herausforderung." Man müsse auf alles achten und mit allem rechnen.
Man darf nicht alles vorausdenken und immer erwarten, dass es gleich ist. Das macht ja das Leben aus. Sonst wird's ja langweilig.
"Kein Krieg": Kinderwünsche an den fliegenden Weihnachtsmann
In seiner Zeit als Karlsruher Weihnachtsmann ist Falko Traber in den letzten Jahren eine Geschichte ganz besonders im Gedächtnis geblieben. "Da war mal ein Kind und hat einen Wunschzettel abgegeben", erinnert er sich. Darauf habe gestanden:
Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir, dass meine Mama und mein Papa nicht mehr so oft streiten und dass der Krieg aufhört.
"Das war für mich schon ein Zeichen, dass die Kinder das ernst nehmen mit dem Weihnachtsmann." Genauso wie er selbst. Auf die Frage, ob er lange an den Weihnachtsmann geglaubt habe, antwortet Falko Traber lachend: "Ich glaube jetzt noch dran."