Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei mutmaßliche Grabräuber festgenommen. Zwei von ihnen sollen vor allem im Raum Achern (Ortenaukreis), aber auch im Murg- und Renchtal sowie in anderen Teilen der Ortenau Gegenstände von Gräbern gestohlen und hohen Sachschaden verursacht haben. Die Männer sind in Haft.
Bronzefiguren und Kreuze herausgebrochen und gestohlen
Die Gruppe soll seit Anfang des Jahres Kreuze, Statuen und religiöse Gegenstände von Gräbern gestohlen haben. Schwerpunkt war laut Polizei der Raum Achern im Ortenaukreis mit 55 Diebstählen allein auf den Friedhöfen in Seebach, Waldulm und Kappelrodeck.
Durch das oft gewaltsame Herausbrechen von Bronzestatuen und Kreuzen sei ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich entstanden, so die Polizei Offenburg und die Staatsanwaltschaft Baden-Baden in einer gemeinsamen Mitteilung.
Grabdiebstähle auch in NRW: Verdächtige auf frischer Tat ertappt
Mit Hilfe von Zeugenhinweisen, darunter auch Handyfotos, konnte die Polizei zunächst ein verdächtiges Fahrzeug identifizieren. Mehrere Männer wurden von einer Ermittlungsgruppe der Polizei beobachtet.
Nach wochenlangen Ermittlungen und einer großen Zahl von Grabdiebstählen auch in Nordrhein-Westfalen hätten Spezialkräfte der Kölner Polizei drei Personen auf frischer Tat ertappt und festgenommen, heißt es in der Mitteilung weiter. Bei der Festnahme sei umfangreiches Diebesgut gefunden und sichergestellt worden.
Mutmaßliche Grabräuber im Gefängnis
Zwei der Festgenommenen werden verdächtigt, auch für die Friedhofsdiebstähle in der Ortenau verantwortlich zu sein. Die 35- bzw. 42-jährigen Männer mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen wurden dem Ermittlungsrichter in Baden-Baden vorgeführt.
Der Richter erließ Haftbefehle gegen die Männer, sie wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.