Als "Virentaxis" bezeichnet Apotheker Felix Maertin die Studierenden. Sie hätten ein aktives Sozialleben und würden im Alltag viele Leute treffen. Deswegen sei eine Grippe-Impfaktion an der Hochschule besonders sinnvoll, so der Apotheker. Solch eine gab es am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Gemeinsam mit seinem Verein "Gruppe Karlsruher Apotheker" veranstaltet Maertin immer wieder größere Impfaktionen in Karlsruhe. Diesmal mit dem Studentischen Kulturzentrum am KIT als Impulsgeber. Wenn nicht gerade geimpft wird, finden an dem Zentrum zum Beispiel Theatervorstellungen statt.
Krank sein in der Prüfungsphase: Ein Problem
Vor allem kurz vor den Prüfungen könnten es sich die Studierenden nicht leisten, durch eine Grippe-Infektion wochenlang auszufallen, sagt Florian Götzelmann. Er ist Geschäftsführer des Studentischen Kulturzentrums am KIT. Sein Ziel: Weniger Grippe-Infektionen auf dem Campus. So könne eine größere Herdenimmunität entstehen.
Hohe Nachfrage am Campus in Karlsruhe
Viele Studierende sind überzeugt von dem Angebot. Schon kurz bevor es losgeht, hat sich eine lange Schlange vor dem Eingang gebildet. Hunderte Termine hat das Team um Felix Maertin und Florian Götzelmann online vergeben, insgesamt 600 Grippe-Impfdosen haben die Apothekerinnen und Apotheker dabei. Die anwesenden Studierenden loben vor allem, wie wenig Aufwand sie selbst für den Pieks gegen die Grippe betreiben müssen. Ein Arzttermin ist nicht nötig. Die Studierenden sind sich bewusst, dass sie durch die Impfung nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Mitmenschen schützen können.
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Seit Anfang Dezember hat es laut baden-württembergischen Gesundheitsministerium deutlich mehr Grippe-Infektionen gegeben als im Vorjahreszeitraum. Es weist darauf hin, dass aktuell unterschiedliche Erreger im Umlauf seien. Die Impfung wirke trotzdem, erklärt Apotheker Felix Maertin. Auch wenn es für die Fachleute jedes Jahr ein "Blick in die Glaskugel" sei, welche Grippe-Variante sich durchsetze, schlage das Immunsystem trotzdem an. Aber ein hundertprozentiger Schutz sei nie gegeben, so Maertin.
Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt die Grippe-Impfung vor allem für Risiko-Gruppen. Dazu zählen unter anderem Menschen ab 60 Jahren oder chronisch Kranke. Das bedeutet laut STIKO aber nicht, dass anderen Gruppen von der Impfung abgeraten wird. Wie zum Beispiel jüngeren Menschen.