Anlass für die Auszeichnung der Murg zur "Flusslandschaft der Jahre 2026/27" seien erfolgreiche Projekte zur Renaturierung, wie beispielsweise die Rückkehr des Lachses in das Gewässer. Das teilte der Naturfreundeverein in Berlin mit. Die 80 Kilometer lange Murg ist ein Nebenfluss des Rheins. Sie fließt vom Nordschwarzwald in die Oberrheinische Tiefebene.
Lachse fühlen sich in der Murg wieder wohl
Früher war die Murg ein wichtiger Lebensraum für Lachse. Durch Industrialisierung und eingeleitete Abwässer verschwanden die Tiere. Seit den 1990er Jahren wurde der Fluss für Fische wieder passierbar gemacht und es wurden hunderttausende junger Lachse ausgesetzt. Seit 2024 sind wieder etwa 30 Fischarten in der Murg heimisch. Auch Biber leben wieder dort.
Petition für mehr Schutz erfolgreich BW-Landtag muss prüfen: Darf der Biber abgeschossen werden?
Über 14.000 Menschen haben in Baden-Württemberg eine Petition für einen stärkeren Schutz der Biber unterzeichnet. Nun muss sich der Landtag mit dem Thema beschäftigen.
Renaturierte Murg hilft zur Anpassung an den Klimawandel
Die Renaturierung helfe auch bei der Anpassung an den Klimawandel, sagte Joachim Nibbe von den Naturfreunden Deutschlands. Extremwetter, wie Starkregen oder Dürren, könnten so besser ausgeglichen werden. Klaus Dieter Mau vom Angelfischerverband lobte das Engagement der Menschen vor Ort.
Murg ist Nachfolgerin der Stepenitz in Brandenburg
Das Murgtal ist ein beliebtes Ziel für Ausflügler. Auch Radwege verlaufen entlang der Murg. Die offizielle Preisverleihung zur "Flusslandschaft der Jahre" ist für den Weltwassertag am 22. März geplant. In den Jahren zuvor wurden unter anderem der Fluss Stepenitz in Brandenburg und die Weiße Elster in der Nähe der deutsch-tschechischen Grenze ausgezeichnet.