Mit umfangreichen Geständnissen hat am Dienstag vor dem Baden-Badener Landgericht ein Prozess um einen schweren Raubüberfall begonnen. Angeklagt sind zwei Männer, die beschuldigt werden, im November vergangenen Jahres in Ötigheim (Kreis Rastatt) einen Mann in seinem eigenen Haus überfallen und beraubt zu haben.
Als Mitarbeiter einer Baufirma ausgegeben
Die beiden 25 und 45 Jahre alten Männer sollen laut Anklage bei dem Mann in Ötigheim geklingelt und sich als Mitarbeiter einer Baufirma ausgegeben haben. Unter dem Vorwand, eine bei Bauarbeiten beschädigte Wasserleitung reparieren zu müssen, sollen sie sich Zugang ins Haus verschafft haben.
Im Haus sollen sie den Mann dann im Keller plötzlich geschlagen, getreten und gefesselt haben. Auch eine Waffe soll zum Einsatz gekommen sein. Auf diese Weise sollen die Männer Wertgegenstände und Bargeld im Gesamtwert von etwa 1.000 Euro erbeutet haben.
Raub war angeblich nicht geplant
Die Täter gaben an, im Auftrag gehandelt zu haben. Der Ötigheimer Hauseigentümer habe angeblich wegen eines Nachbarschaftsstreits eingeschüchtert werden sollen. Zu dem Raub sei es dann eher spontan gekommen, so einer der Angeklagten im Gericht.
Der Geschädigte hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Knochenbrüche erlitten und musste nach dem Überfall stationär in einer Klinik behandelt werden. Die Angeklagten zeigten sich am ersten Prozesstag weitgehend geständig.
Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Das Urteil wird Ende Juli erwartet. Es sind vier Verhandlungstage angesetzt.