Bis zu zehn Kilometer Stau in Richtung Pfalz und eine Verzögerung von über eine halbe Stunde: Eine Brückenprüfung an der Karlsruher Rheinbrücke sorgte am Montag für ein Verkehrschaos auf der B10. Auch in den kommenden Tagen kann es noch Verkehrsbehinderungen geben.
Südtangente: große Belastung für Autofahrer
Bis Donnerstag werden jeweils von 9 bis 15 Uhr die Tragseile der Rheinbrücke geprüft, weshalb zwei Fahrstreifen gesperrt sind. Der Verkehr in Richtung Rheinland-Pfalz läuft dann nur noch einspurig. Auf dieser Strecke gibt es ohnehin schon Einschränkungen, weil die neue Albbrücke auf Karlsruher Seite gebaut wird.
Prüfung der Rheinbrücke in 40 Metern Höhe
Mit Hilfe eines Hubsteigers wird eine Ingenieurin die Tragseile der Rheinbrücke genau unter die Lupe nehmen. Dafür wird sie die Seile zunächst teilweise reinigen. Auch eine präzise "Risslupe" kommt gegebenenfalls zum Einsatz. Alle Schäden werden festgehalten, für eine spätere Sanierung. Die Arbeiten finden zum Teil in über 40 Metern Höhe statt.
Brückenprüfer nahmen Bauwerk unter die Lupe Rheinbrücke Maxau: Prüfung beendet - Wie sicher ist sie wirklich?
Sie ist eine der wichtigsten Brücken in der Region: die Rheinbrücke Maxau. Nun wurde sie routinemäßig kontrolliert. Was ist dabei herausgekommen?
Eine solche routinemäßige Hauptprüfung der Tragseile gibt es laut Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe alle sechs Jahre. Dafür arbeitet das RP mit der Universität Stuttgart zusammen. Daneben finden alle drei Jahre kleinere Kontrollen statt.
Zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe in Planung
Die Rheinbrücke bei Karlsruhe wurde 1966 für den Verkehr freigegeben. Damals rechnete man mit 32.000 Fahrzeugen pro Tag. Heute fahren laut Regierungspräsidium täglich rund 80.000 Fahrzeuge über die Brücke. Deswegen laufen die Planungen für eine zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe, 1,4 Kilometer nördlich des bestehenden Bauwerks. Wann der Bau beginnen kann, ist noch offen.
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