Nachdem eine Grundschülerin von einem Schulbus in Ottersweier (Kreis Rastatt) am Freitag überfahren und tödlich verletzt wurde, hat die Polizei weitere Einzelheiten genannt: Sie hat Zeugen vernommen und den Fahrtenschreiber ausgewertet. Demnach soll der Busfahrer sein Fahrzeug kurz vor einem Fußgängerüberweg angehalten haben, im Anschluss mit langsamer Geschwindigkeit losgefahren und in den direkt angrenzenden Kreisverkehr eingefahren sein.
Hierbei soll er laut Polizei das herannahende Mädchen übersehen haben. Es war mit einem Tretroller auf dem Gehweg in Richtung Hauptstraße unterwegs und wollte die Fahrbahn auf dem Fußgängerüberweg überqueren. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es mit der rechten Fahrzeugfront zusammenstieß und von einem Rad überrollt wurde. Das Mädchen erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Mädchen von Bus überfahren: Sachverständiger soll Ablauf klären
Selbst sei das Mädchen nicht mit dem Bus unterwegs gewesen, hieß es bereits am Freitag von den Ermittlern. Mehrere Schulkinder sollen zum Zeitpunkt des Unglücks jedoch in dem Bus gesessen haben. Wie viele Kinder es genau waren, blieb weiter offen. Auch machte die Polizei keine weiteren Angaben zur Identität des Mädchens. Ein Gutachter soll den genauen Unfallhergang klären. Die Polizei sucht zudem Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben könnten.
Die Unfallstelle liegt den Angaben nach mitten in Ottersweier, einer Gemeinde mit gut 6.000 Einwohnern südwestlich von Baden-Baden. Direkt hinter dem Zebrastreifen befindet sich ein Kreisverkehr.
Unglücksstelle laut Polizei kein Unfallschwerpunkt
Bei der Unglücksstelle handelt es sich nach Angaben der Polizei um keinen Unfallschwerpunkt. Im Jahr 2020 sei der Bereich eine sogenannte Unfallhäufungsstelle gewesen. In den letzten Jahren habe sich die Situation dort aber beruhigt, so ein Polizeisprecher. Fünf Unfälle habe es dort in diesem Jahr gegeben, darunter der tödliche Unfall vergangenen Freitag. Der Fußgängerübergang an dem das Mädchen starb, galt laut Polizei als unproblematisch.
Psychologische Betreuungsteams bieten Hilfe an
Notfall-Krisen-Teams waren zur Betreuung der Betroffenen im Einsatz. Das Team in Bühl bietet demnach eine Nachbetreuung für die Fahrgäste an, die zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Schulbus saßen.