Die Sonne in BW knallt erbarmungslos vom Himmel und das Thermometer zeigt Temperaturen knapp unter der 40 Grad Marke. Gerade für Kinder kann das heiße Wetter schnell gefährlich werden. Im Kindergarten St. Marien in Oberhausen-Rheinhausen (Kreis Karlsruhe) gibt es deshalb ein besonderes Konzept, um den Kindern "Hitzeschutz" beizubringen.
Temperaturen und UV-Index im Blick - mit eigener Wetterstation
Henri, Arthur und Jonah haben heute eine wichtige Aufgabe. Sie sind die Wetter-Kids im Kindergarten St. Marien. Das heißt, sie müssen heute für die Kita das Wetter im Blick behalten. Die Einrichtung hat dafür eine eigene Wetterstation. Die übermittelt verschiedene Daten an ein Tablet.
Die drei Jungs schauen sich alles genau an. Wie warm ist es, von wo weht der Wind? Wie hoch ist der UV-Index? Die Kinder schauen sich die Werte an und tragen sie dann auf einer Tafel ein. Dort hängt auch eine kleine Figur, die die Kinder passend zum Wetter einkleiden Können.
Hitzeschutz: Kindern spielerisch Wissen vermitteln
"Heute brauchen wir eine Mütze, kurze Hosen, ein T-Shirt und Sandalen", erklärt Henri. Auch Sonnencreme darf man nicht vergessen, betonen die Kids. Bevor es rausgeht, wird sich also fleißig eingecremt, erst danach wird gespielt.
Laut Erzieher Simon Born versucht man in der Kita St. Marien in Oberhausen-Rheinhausen den Kindern so spielerisch Verständnis für das Wetter zu vermitteln. "Die Kinder mögen es, wenn man ihnen wichtige Aufgaben anvertraut", so Born. Dementsprechen würden sie ihren Job als Wetter-Kids auch alle sehr ernst nehmen.
Wegen Hitze: "Wetter-Kids" achten auch zuhause aufs Wetter
Die Erfolge zeigen sich scheinbar nicht nur in der Kita, sondern auch Zuhause. Nicht selten würden Eltern davon berichten, dass die Kinder auch daheim genau auf das Wetter achten. "Wenn Mama oder Papa bei Sonnenschein dann mal ohne Kappe raus gehen wollen, werden sie direkt von ihren Kindern ermahnt", erklärt Simon Born.
Aufklärung über Hitze mit positivem Nebeneffekt
Auch draußen wird im Kindergarten St. Marien auf Hitzeschutz geachtet. Viele Spielflächen sind mit Sonnensegeln überdacht. Wenn es heiß ist, wird außerdem viel mit Wasser gespielt.
"Die Kinder machen das wirklich gut. Dadurch haben wir auch kaum Probleme mit Sonnenstich oder Ähnlichem", berichtet Erzieher Simon Born stolz. Und neben dem Bewusstsein fürs Wetter, hätten die Wetter-Kids auch noch eine andere positive Wirkung.
Da sich die Kinder laut Simon Born täglich mit Temperaturen und anderen Werten beschäftigen, seien sie schon relativ fit mit Zahlen. Das freue dann auch die Lehrkräfte an den Schulen.