Zwischen Freitag, den 25. September, ab 3 Uhr, und Samstag, 4 Uhr, müssen Fahrgäste mit Einschränkungen und Ausfällen auf allen S-Bahn-Linien im AVG-Netz rechnen. Die AVG betreibt S-Bahn-Linien im Raum Karlsruhe und Heilbronn. In welchem Umfang sich der Streik auf den Stadtbahnbetrieb auswirken wird, ist laut AVG noch unklar.
Die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) sind laut AVG nicht von dem Warnstreikaufruf betroffen. Die Busse und Bahnen der VBK fahren im Stadtgebiet Karlsruhe somit planmäßig, so auch die Linie S2.
Warnstreik in Karlsruhe: ver.di fordert mehr Gehalt für AVG-Beschäftigte
Hintergrund des Warnstreiks ist der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft ver.di und den bundesweit 30 privaten Verkehrsunternehmen, zu denen auch die AVG gehört. Rund 1.000 Mitarbeitende der AVG sind betroffen. ver.di fordert für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt und 100 Euro mehr für Auszubildende bei einer Laufzeit von einem Jahr.
Das Angebot vom Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen ist deutlich geringer. Eine Einmalzahlung und eine Lohnerhöhung von insgesamt 5 Prozent haben sie angeboten, allerdings gestaffelt und gestreckt auf mehr als zwei Jahre. Die Gewerkschaft ver.di hatte das Angebot zurückgewiesen.
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband der Eisenbahnen ist für den 5. Oktober geplant.