Nach dem Großbrand im Dezember vergangenen Jahres soll das Weinheimer Freizeitbad Miramar voraussichtlich im Mai wieder seine Türen öffnen. Die zunächst geplante Wiedereröffnung Ende April sei nicht machbar, das teilten die Betreiber am Dienstag mit. Die durch die Flammen entstandenen Schäden seien größer als anfangs gedacht, erklärte Bad-Betreiber Nicolas Steinhart bei einer Baustellen-Begehung am Dienstag. Beispielsweise seien die Umkleiden und Sanitäranlagen beschädigt worden. Trotz des Schadens in Millionenhöhe seien einige Teile des Freizeitbades aber auch ganz oder zumindest teilweise unversehrt geblieben. Inzwischen sind die vom Brand zerstörten Teile abgerissen worden. Jetzt könne der Wiederaufbau starten, so die Betreiber.
Therme als Teil des Freizeitbades soll bis Jahresende saniert werden
Auch die Therme, die Teil des Miramars ist, wurde durch die Flammen zerstört. Die gute Nachricht ist, so Nicolas Steinhart: Die Bodenplatte in der Therme sowie einige Seitenwände können erhalten werden. Der Aufbau des Bereichs wird allerdings noch mindestens bis Dezember dauern.
Es ist schwierig für uns alle.
Etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien derzeit freigestellt. Sie bekommen weiter ihr Gehalt, so Betreiberin Lara Steinhart. Nur Mitarbeitende der Technik und Verwaltung können derzeit arbeiten.
Freizeitbad Miramar wird in den kommenden Monaten modernisiert
Das Betreiber-Ehepaar will jetzt nach vorne blicken. Eine Renovierung im laufenden Betrieb sei nur schwer möglich. Deshalb nutze man nun die erzwungene Schließung, um Sanierungen und Modernisierungen sozusagen gleichzeitig durchführen zu können. Auch da, wo das Feuer keinen Schaden angerichtet hat. Dafür seien insgesamt 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Eintrittspreise sollen trotzdem nicht steigen. Normalerweise hat das Miramar in Weinheim das ganze Jahr über täglich geöffnet.
Brand im Miramar: Mögliche Ursache und Schaden
In der Nacht auf den 9. Dezember 2024 war im Weinheimer Miramar ein Feuer ausgebrochen. Laut Betreiber sind die Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen. Ein technischer Defekt an einem Trockner könnte demnach für den Brand verantwortlich gewesen sein. Nach wie vor gehe man von einem Schaden in Höhe von mehr als zehn Millionen Euro aus. Hinzu kämen hohe Umsatzverluste.