Parkbetreiber zufrieden mit Verlauf

Erster Hundetag zur Saisoneröffnung: Mehr als 250 Hunde im Mannheimer Luisenpark

Erstmals in der Geschichte des Mannheimer Luisenparks durften am Sonntag Hunde mit rein. Das hatte im Vorfeld für Wirbel gesorgt. Es gab sogar eine Online-Petition gegen den Hundetag.

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Von Autor/in Dagmar Kwiatkowski

Die Resonanz ist riesig gewesen, und das, obwohl das Wetter in Mannheim eher ungemütlich war: Im gesamten Mannheimer Luisenpark waren am Sonntag zum ersten Hundetag jede Menge Vierbeiner unterwegs. Laut Stadtpark Mannheim gGmbH sind es mehr als 250 Hunde gewesen. Die Stadtparkgesellschaft zieht eine positive Bilanz.

Glückliche Herrchen und Frauchen im Luisenpark

Glückliche Gesichter am Sonntag bei Frauchen und Herrchen, denn normalerweise sind Hunde im Mannheimer Luisenpark verboten. Ein Mann erzählte, dass er deswegen jahrelang nicht mehr im größten Stadtpark Mannheim gewesen ist. Die seltene Gelegenheit nahm er also gerne wahr. Seine Frau sagte, es bedeute ihr viel, dass sie mit ihrem Hund in den Luisenpark könnten, das Tier sei ein Familienmitglied.

Beim ersten Hundetag im Luisenpark gab es strenge Regeln: kurze Leine, nur ein Hund pro Besucher und Tabuzonen wie Spielplätze und Tiergehege. Und jeder Hund kostete vier Euro Extra-Eintritt.

 Ein Schild zeigt die Regeln für Hunde im Luisenpark an
Beim ersten Hundetag im Luisenpark gab es zahlreiche Regeln. So galt zum Beispiel eine Leinenpflicht.

Nur in einigen wenigen Fällen habe das Aufsichtspersonal des Parks einschreiten und auf die Regeln hinweisen müssen, so die Stadtpark Mannheim gGmbH. Es seien auch Mitarbeiter in Zivil im Park unterwegs gewesen.

Proteste im Vorfeld

Der Hundetag im Luisenpark hatte zuvor für reichlich Diskussionsstoff gesorgt in und um Mannheim. Es hatte sogar eine Online-Petition dagegen gegeben. Denn die Gegner befürchten unter anderem, dass es nicht bei dem einen Hundetag bleibt. Sie sind der Meinung, dass der Park für Besucherinnen und Besucher ohne Hunde und vor allem mit kleinen Kindern dadurch nicht mehr so attraktiv sei. Außerdem hätten sich einige Hundehalter beziehungsweise Hunde auch nicht an alle Regeln gehalten, das hätten sie beobachtet. Und sie befürchten, dass es nicht bei diesem einen Hundetag bleibt.

Parkchef Michael Schnellbach sagt, sie hätten sich über den Zeitpunkt des Hundetages viele Gedanken gemacht. Er habe zu einer Jahreszeit stattgefunden, in der noch keine kleinen Kinder auf dem Boden herumkrabbeln und auch keine Vögel brüten.

Das ist wirklich nur eine Saisoneröffnung für uns. Man muss die Sache auch einfach mal ausprobieren können und nicht von vornherein irgendwelche negativen Sachen aufbringen.

Parkchef Michael Schnellbach sagt, er könne ja verstehen, dass man Angst vor Hunden habe. Aber man könne Sachen auch überziehen und übertreiben. Der Hundetag solle ja keine Dauereinrichtung werden. Es gehe um einen Tag im Jahr, immer zum Saisonbeginn. Soll soll es auch im kommenden Jahr wieder einen Hundetag im Luisenpark geben, erneut vor der Brut- und Pflanzzeit.

Neue Zielgruppe erschließen

Mehrere Hunde gehen an der Leine durch den Luisenpark
Beim ersten Hundetag im Luisenpark Mannheim sind mehr als 250 Vierbeiner und mehr als 2.500 Zweibeiner gewesen, teilte die Stadtpark Mannheim gGmbH am Montag mit.

Mit dem Hundetag möchte die Stadtpark Mannheim gGmbH neue Zielgruppen erschließen. Parkchef Michael Schnellbach verweist dabei auch auf die guten Erfahrungen, die andere Parks damit gemacht haben. Der Schwetzinger Schlossgarten etwa lässt Hunde rein oder der Heidelberger Zoo.

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Janina Hecht
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