Im Oktober 2024 wurde die Leiche einer 51-jährigen Frau nahe der Pferderennbahn im Mannheimer Stadtteil Seckenheim entdeckt. Am Donnerstag begann der Prozess gegen zwei Angeklagte: Eine 38-jährige Frau und ihr damaliger 36-jähriger Freund sollen die Tote gemeinsam dorthin transportiert haben - nach einem tödlich eskalierten Streit in ihrer Wohnung.
Frau starb nach massiver Gewalt
Laut Staatsanwaltschaft hatte die Angeklagte das spätere Opfer im vergangenem Jahr bei sich in ihrer Wohnung aufgenommen. Das dadurch entstandene Abhängigkeitsverhältnis soll die 38-Jährige ausgenutzt haben. So ließ sie ihre Mitbewohnerin für sich putzen und einkaufen.
Im Oktober soll die Angeklagte dann auf ihre Mitbewohnerin mit einer Metallvase eingeschlagen und eingetreten haben. Die Frau erlitt dabei so schwere innere Verletzungen, dass sie starb. Um die Spuren zu beseitigen, soll die Angeklagte ihren damaligen Freund zur Hilfe gerufen haben. Gemeinsam sollen sie den leblosen Körper der 51-Jährigen aus der Wohnung geschafft und in der Nähe der Pferderennbahn abgelegt haben.
Staatsanwaltschaft geht von Totschlag und Strafvereitelung aus
Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Totschlag, ihrem Freund versuchte Strafvereitelung vor. Im Prozess vor dem Landgericht Mannheim muss nun geklärt werden, wie sich die Geschehnisse im Oktober vergangenen Jahres im Detail abgespielt haben - und welche Rollen die beiden Angeklagten tatsächlich gespielt haben. Zur Sache selbst wollen sie sich stand jetzt nicht äußern.
Der Fall hatte überregional für Aufmerksamkeit gesorgt - nicht nur wegen der grausamen Umstände, sondern auch wegen der ungewöhnlichen Fundstelle nahe der Rennbahn.