Am Donnerstag ist vor dem Mannheimer Landgericht ein Prozess um Totschlag gegen eine 38-Jährige und ihren Freund fortgesetzt worden. Die Frau soll im Herbst 2024 ihre 51-jährige Mitbewohnerin im Streit mit einer Vase angegriffen und geschlagen, später auch getreten haben. Die 51-Jährige starb schließlich an inneren Blutungen. Danach soll die angeklagte Frau die Tote zusammen mit ihrem Freund zur Pferderennbahn geschafft und dort abgelegt haben. Der psychiatrische Gutachter hat am Donnerstag vor Gericht erklärt, dass er bei der Angeklagten keine psychische Erkrankung erkennt.
Prozess um Leiche an Pferderennbahn: Notsituation ausgenutzt
Nach Berichten von Nachbarn und Sprachnachrichten, die vor Gericht abgespielt wurden, war der Umgangston zwischen der Angeklagten und dem Opfer offenbar sehr rau. Immer wieder soll es zu Beschimpfungen und Demütigungen gekommen sein. Die Angeklagte soll das Opfer demnach als "Haushaltssklavin" benutzt haben. Das spätere Opfer war wohnungslos und war in der Wohnung der Angeklagten untergekommen. Dem Freund der Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft versuchte Strafvereitelung vor.