Unternehmen hat auch Krieg im Iran im Blick

Pharmakonzern Roche wächst in Deutschland: Mehr Umsatz, mehr Beschäftigte

Der Pharmakonzern Roche glänzt mit einer guten Jahresbilanz 2025, auch der Standort Mannheim hat dazu seinen Teil beigetragen. Ein Störfaktor aktuell: Der Krieg im Iran.

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Von Autor/in Wolfgang Kessel

Der schweizerische Pharmakonzern Roche hat 2025 in Deutschland gute Geschäfte gemacht. Wie Unternehmensvertreter am Mittwoch am Roche-Standort in Mannheim bekannt gaben, stieg der Umsatz um 4,7 Prozent auf rund 9 Milliarden Euro an. Roche ist in Deutschland unter anderem in Mannheim, in Grenzach-Wyhlen (in der Nähe der schweizerischen Grenze) und im bayerischen Penzberg vertreten. Mannheim ist laut Roche der weltweit drittgrößte Unternehmens-Standort. Allein dort investierte Roche im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge rund 280 Millionen Euro. In Mannheim arbeiten aktuell rund 8.900 Beschäftigte, das sind etwa 160 mehr als vor einem Jahr.

Krieg im Iran: Roche hat Lage in Golfregion im Blick

Mit Sorgenfalten blickt der Roche-Vorstand auf den Krieg im Iran und in den benachbarten Ländern im Nahen Osten. Claudia Fleischer, Geschäftsführerin der Roche Diagnostics GmbH, sagte dem SWR: "Wir beobachten die Situation natürlich kontinuierlich, um dafür Sorge zu tragen, dass wir auch in der Golf-Region weiter die Patienten sowohl mit diagnostischen, aber auch mit therapeutischen Lösungen versorgen können."

Roche-Standorte in Saudi-Arabien und Dubai

Genauso liege der Fokus aber auch auf der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an Roche-Standorten im Nahen Osten im Einsatz sind. Roche habe, so Fleischer, in praktisch allen Ländern in der Golfregion Standorte - unter anderem in Saudi-Arabien und Dubai. Ob und wann Roche-Beschäftigte von dort ausgeflogen werden können oder müssen? Das werde derzeit noch analysiert, es gebe dazu noch keine belastbaren Zahlen, erklärte Fleischer.

Ein Roboter im Roche-Standort Mannheim bei der Etikettierung eines Pharma-Wirkstoffs. (Archivbild)
Ein Roboter im Roche-Standort Mannheim bei der Etikettierung eines Pharma-Wirkstoffs. (Archivbild) Picture Alliance

Roche hat in Deutschland über 700 Millionen Euro investiert

Zurück zur Roche-Deutschland-Bilanz 2025: Insgesamt investierte Roche im vergangenen Jahr rund 719 Millionen Euro in seine deutschen Standorte - konkret in die Bereiche Pharma und Diagnostik. Die Pharma-Sparte des Konzerns legte beim Umsatz um 6,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. Das Geschäft der Diagnostik-Sparte ging dagegen leicht um ein Prozent auf 909 Millionen Euro zurück.

Hintergrund ist das abnehmende Geschäft mit Blutzuckerteststreifen. Grund: Der Trend geht schon seit längerer Zeit hin zur kontinuierlichen Glukosemessung. Dazu hat Roche in Mannheim kürzlich ein neues System auf den Markt gebracht. Die Lösung richtet sich laut Roche an erwachsene Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes unter Insulintherapie. Durch KI-basierte Vorhersagefunktionen bietet das System ein erweitertes Spektrum an Unterstützungsoptionen im Alltag.

Neues Distributionszentrum in Mannheim wird demnächst eingeweiht

In Mannheim-Sandhofen stellt Roche Produkte für Menschen her, die zum Beispiel an Diabetes oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Dazu werden an dem Standort unter anderem auch neue Medikamente gegen Krebs produziert und weltweit vertrieben. Am 23. März weiht Roche in Mannheim ein 90 Millionen Euro teures neues Diagnostik-Distributionszentrum für Europa ein. Damit könnten Roche-Kunden in Europa innerhalb von maximal 48 Stunden beliefert werden, so der Konzern.

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Millionen-Investitionen auch in diesem Jahr Roche will in Mannheim weiter wachsen

Der Pharmakonzern Roche hat im vergangenen Jahr mit seinem Deutschlandgeschäft 2,6 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Und will weiter wachsen, auch in Mannheim.

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Wolfgang Kessel
Wolfgang Kessel, Redakteur beim SWR in Mannheim

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