Im Grenzgebiet zwischen Baden-Württemberg und Bayern

Nach wilder Verfolgungsfahrt bei Walldürn: Prozess gegen 40-Jährigen in Bayern gestartet

In Bayern hat der Prozess gegen einen 40 Jahre alten Mann begonnen. Er soll unter anderem im Juni letzten Jahres zwei Streifenwagen gestohlen haben und mit ihnen geflüchtet sein.

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Stand

Vor dem Landgericht Schweinfurt (Bayern) ist der Prozess gegen einen 40-Jährigen gestartet. Er soll versucht haben, einen Geldtransporter in Bayern sowie ein Autohaus in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) auszurauben.

Die Ereignisse liegen knapp elf Monate zurück. Der damals maskierte Mann soll am 20. Juni 2025 nach dem Überfall eines Geldtransporters vor einer Bankfiliale in Kolitzheim (Bayern) nach Baden-Württemberg geflüchtet sein - mit einer scharfen Schusswaffe, die einem Mitarbeiter eines Geldtransporter-Unternehmens gehörte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem schwere räuberische Erpressung, räuberischen Diebstahl, besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung vor.

Versuchter Geldtransporter-Raub in Bayern  

Zum Prozessauftakt am Montag hat der Angeklagte die Vorwürfe teilweise zurückgewiesen. Er habe niemanden überfallen wollen, sondern sich bedroht gefühlt und dann die Waffe eines Geldtransporter-Mitarbeiters an sich gerissen, sagte er vor Gericht. Laut Anklagevertreter befanden sich drei Millionen Euro in dem Fahrzeug. Nachdem der Raub scheiterte, sei der Mann geflohen.

Verfolgungsfahrt bei Walldürn endet mit Festnahme

Einen Tag später ist er den Ermittlern zufolge in ein Autohaus in Walldürn (Neckar-Odenwald-Kreis) eingebrochen. Dort soll er versucht haben, einen Tresor aufzubrechen. Als die Polizei eintraf, flüchtete der Mann erneut mit seinem Auto.

Die anschließende Verfolgungsfahrt führte auch durch das angrenzende Bayern. Dem Angeklagten sei es zwei Mal gelungen, mit Tricks und erheblicher Gewalt ein Auto der Polizeistreife zu stehlen, um damit seine Flucht fortzusetzen. Letztendlich konnte er in Walldürn-Hornbach festgenommen werden.   

Prozess in Schweinfurt: Schuldfähigkeit soll geklärt werden

Der Mann soll auch in anderen Ländern Straftaten begangen haben. Er kam zunächst in Untersuchungshaft, wurde später jedoch wegen psychischer Auffälligkeiten in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Im Prozess soll nun geklärt werden, ob seine Schuldfähigkeit zum Zeitpunkt der Taten eingeschränkt oder aufgehoben war. Weitere Prozesstage sind bis Ende Mai geplant.

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Isabel Handrich
Isabel Handrich

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