Bis Ende 2025 soll es in der Metropolregion Rhein-Neckar fünf Wasserstofftankstellen geben: In Mannheim, Heidelberg, Hirschberg (Rhein-Neckar-Kreis) und Frankenthal, im Dezember kommt noch Ludwigshafen dazu. Das erklärten Vertreter der Branche bei einer Veranstaltung am Mittwoch auf dem Mannheimer Maimarktgelände. Die Regionalorganisation MRN GmbH und die e-mobil BW GmbH (Landesinitiative für Mobilität) hatten Firmen aus der Region eingeladen, um zu zeigen, wie Wasserstofffahrzeuge aussehen, wie man sie betankt, wie sie sich fahren und was sie in der Unterhaltung kosten.
Verkehrswende: In Zukunft Technologiemix?
Wasserstoff gilt als ein Bestandteil der Verkehrswende, um klimaschädliche CO2-Emissionen zu reduzieren. Allerdings nur, wenn er aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Der größte Teil des Wasserstoffes an den Tankstellen in der Region kommt vom Chemiekonzern BASF, sagt der Betreiber. Wasserstoffautos sind grundsätzlich Elektroautos, allerdings haben sie eine eingebaute Brennstoffzelle. In ihr wird elektrischer Strom aus Wasserstoff gewonnen.
Allein mit dieser Technologie werden die Klimaziele der Bundesregierung wohl nicht erreicht. Zumal die Fahrzeuge derzeit sowohl in der Anschaffung als auch beim Tanken teurer sind als andere Fahrzeugtypen. Das Stichwort lautet "Technologiemix", so hörte man es immer wieder bei den Vorträgen und in Gesprächen am Mittwoch in Mannheim.
Die Batterie kann nicht alles abdecken, genau so wenig der Wasserstoff.
Busse in der Rhein-Neckar-Region teilweise mit Wasserstoff betrieben
Ein Unternehmen aus der Region, das bereits auf einen Mix setzt, ist die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). In der Rhein-Neckar-Region sind aktuell 48 Busse im Einsatz, die sowohl mit einer Batterie als auch mit Wasserstoff elektrisch betrieben werden - ein guter Kompromiss für das Unternehmen, sagt Yunus Keskin. Er ist bei der rnv für alternative Antriebe zuständig.
Der Betrieb von reinen Wasserstoffbussen ist recht teuer, dafür ermöglicht die Brennstoffzelle eine längere Reichweite.
Wie die Zukunft aussehen wird, kann er heute noch nicht sagen, das gleiche "einem Blick in die Glaskugel". Wenn es nach den Veranstaltern geht, sollten noch mehr Unternehmen in der Metropolregion Rhein-Neckar die hiesige Wasserstoff-Infrastruktur nutzen.