Am Sonntagvormittag sind im Rhein bei Mannheim zwei Ruderboote aus Speyer gekentert. Auf Höhe der Reißinsel fielen dadurch zehn Menschen in den eiskalten Fluss. Das Wasser hatte zu der Zeit um die vier Grad Celsius. Nach Angaben der Feuerwehr trugen alle Rettungswesten, aber keine Neoprenanzüge. Sie konnten sich unter anderem mit der Hilfe der übrigen Ruderer der Gruppe an Land retten.
Das zuständige Polizeipräsidium Einsatz hält es für sehr wahrscheinlich, dass Wellen die Boote zum Kentern brachten. Ein Tank- und ein Gütermotorschiff seien offenbar zu nah an den Booten vorbeigefahren. Die Ermittlungen laufen aber noch.
Mit Booten von der Reißinsel gerettet
Die Reißinsel ist ein Naturschutzgebiet und kann deshalb nicht befahren werden. Die zehn Ruderer aus Speyer wurden daher mit Booten der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei ins nahe gelegene Strandbad Neckarau gebracht, wo sie von Rettungskräften versorgt wurden.
Acht von ihnen wurden wegen Unterkühlung vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz und beobachtete das Geschehen aus der Luft.
Ruderclub wollte von Speyer nach Worms rudern
Nach Angaben der Polizei waren die Ruderer Teilnehmer eines Ausflugs von einem Speyerer Ruderclub und mit insgesamt vier Booten unterwegs. 20 Teilnehmer im Alter von 55 bis 65 Jahren wollten darin von Speyer nach Worms rudern.