Rettungseinsatz mit Hubschrauber

Boot gekentert: Fünf Jugendliche aus Nahe in Bad Kreuznach gerettet

In Bad Kreuznach sind am Montagnachmittag fünf junge Menschen aus der Nahe gerettet worden. Sie waren zuvor mit einem Boot gekentert. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz.

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Von Autor/in Stefan Schmelzer

Gegen 15:35 Uhr sei der Notruf eingegangen, so ein Polizeisprecher. Ein Ruderboot mit mehreren Personen sei gekentert. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass es sich um fünf Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren handelte.

Das Boot war vermutlich bei einem Wendemanöver auf Höhe des Quellenhofs in Bad Kreuznach umgekippt. Die Teenager konnten sich laut Polizei auf den dortigen Steinen und an querliegenden Ästen festhalten.

Jugendliche per Seilwinde aus der Nahe gerettet

Die Strömung ist in diesem Bereich derzeit sehr stark. Deshalb mussten die Jugendlichen laut Polizei von einem Rettungshubschrauber gerettet werden. Der zog sie einzeln mittels Seilwinde aus dem Wasser.

Feuerwehrleute retten fünf Jugendliche mit Hubschrauber und Seilwinde aus der Nahe
Mit einer Seilwinde und einem Hubschrauber mussten die Jugendlichen aus der Nahe gerettet werden. Pressestelle Freiwillige Feuerwehr Bad Kreuznach

Die Teenager kamen laut Polizei mit leichten Unterkühlungen und einem Schock davon. Zur Kontrolle kamen sie trotzdem ins Krankenhaus. Die Bootstour war Teil vom Sportunterricht des Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach.

Schulleiter ist erleichtert

Der dortige Schulleiter, Stefan Hammer, war dann auch sehr erleichtert, dass alles gut ausgegangen ist.

"Ein Schüler wurde bereits am Montag wieder aus dem Krankenhaus entlassen, ein weiterer Schüler und drei Schülerinnen kamen am Dienstagmittag wieder nach Hause. Ich habe sie am Morgen besucht und alle waren wieder munter und gut gelaunt."

Aufsichtsbehörde bezieht Stellung

Warum das Boot überhaupt gekentert ist und warum sich die Jugendlichen an der Stelle mit starker Strömung befanden, muss laut Schulleiter Hammer jetzt geklärt werden. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Derzeit werde aber noch geprüft, ob jemand strafrechtlich belangt werden müsse.

Die zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) hat sich ebenfalls eingeschaltet. In einer Stellungnahme am Dienstag heißt es: "Ausschlaggebend für die Durchführung des Ruderunterrichts, der als Schwerpunkt-Wahlangebot im Sport-Grundkurs in der Oberstufe angeboten wird, sind der Pegelstand des Flusses sowie das Wetter, beide Kriterien haben gestern keinen Anlass gegeben, den Ruderunterricht nicht stattfinden zu lassen.

Die Schülerinnen und Schüler hätten außerdem enganliegende Sportkleidung getragen, die im Falle des Kenterns das Schwimmen ermöglicht. Die Verwendung von Schwimmwesten ist laut ADD nicht vorgeschrieben und im konkreten Fall hätten sie auch keinen Vorteil gebracht.

Gekentertes Boot heißt "Pechvogel"

Eines ist jedenfalls klar: Das Boot, das gekentert ist, trägt tatsächlich den Namen "Pechvogel". Laut Schulleiter Hammer lag das daran, dass das Schiff bei seiner Taufe von der dafür vorgesehenen Konstruktion fiel.

Aber da bei dem Unfall ja alles gut gegangen ist und bald alle wieder Zuhause sind, könnte man das Boot vielleicht in "Glücksschwein" umbenennen.

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Stefan Schmelzer
Stefan Schmelzer ist Reporter im SWR Studio Mainz

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