Intensität des Wettbewerbs habe zugenommen

Mercedes will mehr "Gewinnermentalität" beim Personal

Der Autobauer Mercedes-Benz will mehr aus seinen Mitarbeitern herausholen. Das planen die Stuttgarter.

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Mercedes will die "Gewinnermentalität" in der Belegschaft stärken. Personal- und IT-Vorständin Britta Seeger erklärt, warum sie das für nötig hält und blickt selbstkritisch auf die Bürokratie im eigenen Haus. "Im Kern geht es um die Frage, was wir tun können, um noch mehr aus uns rauszuholen", sagte die Personalchefin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Die Intensität des Wettbewerbs und die Geschwindigkeit der Veränderungen hätten zugenommen. Das erfordere bei Mercedes ein anderes Arbeiten als noch vor fünf Jahren.

Wenn ich in diesem Wettbewerbsumfeld bin, dann möchte ich mich gerne angucken und sagen, dass ich wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe.

Aktuell käme man jedoch zu dem Schluss, dass man nicht in dieser Situation sei.

Vorständin: "Gewinnermentalität ist in der DNA von Mercedes" 

Seeger unterstreicht weiter, dass Mercedes eine sehr kompetitive Marke sei und verwies exemplarisch auf das Formel-1-Engagement des Unternehmens. Die Mitarbeiter seien sehr leistungsfähig. Und: "Die Gewinnermentalität ist in der DNA von Mercedes", so die Personalchefin. Wenn die Beschäftigten aber etwas daran hindere, ihre Leistung zu entfalten, dann müsse man gemeinsam definieren, wie diese Hindernisse aus dem Weg geräumt werden könnten, um noch besser zu werden. 

So wünschten sich die Beschäftigten mehr Produktbezug. "Wir arbeiten bei Mercedes, weil wir Mercedes und unsere Produkte lieben. Aber eigentlich sind wir viel zu wenig am Auto", so Seeger. Insofern müsse man sich fragen, wie man es den Mitarbeitern ermöglichen könne, neue Fahrzeuge zu erleben. 

Rückschläge nach sehr starken Geschäftsjahren 

Mit Blick auf die aktuelle Situation des Unternehmens sagte Seeger: "Gerade jetzt ist es notwendig, an uns zu arbeiten, Zuversicht zu geben und einen Beteiligungsprozess zu starten."

Nach extrem erfolgreichen Jahren im Anschluss an die Corona-Pandemie kämpft Mercedes seit Längerem mit Rückschlägen. Im ersten Quartal dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem es schon 2024 schlechter gelaufen war. Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hätten die Ergebnisse belastet, hieß es. Rückläufig waren auch Absatz und Umsatz.

Die Schwaben reagierten mit einem Sparprogramm, wobei Mercedes von einem Programm zur Leistungssteigerung ("Next Level Performance") sprach. Auch in diesem Zusammenhang sei die "Gewinnermentalität" von Anfang ein integraler Bestandteil gewesen, so Personalchefin Seeger.

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SWR

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